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Wehr hofft jetzt auf gute Beschlüsse

Cölbe Wehr hofft jetzt auf gute Beschlüsse

Die Feuerwehren der Gemeinde Cölbe kamen 2013 auf insgesamt 85 Einsätze. Dazu sollten aber auch die Rahmenbedingungen stimmen, fordert Gemeindebrandinspektor Volker Vincon.

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Bürgermeister Volker Carle (von links) mit Stefan Gimbel, Jan Schulz, Thorsten Keller, Torsten Peter, Roland Kaiser, Tobias Griener, Gemeindebrandinspektor Volker Vincon und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Cölbe. „Stellt euch vor, es brennt, aber niemand kommt. Diese Szenario ist heutzutage fast unvorstellbar geworden, weil wir alle gewohnt sind dass der schnellste Kundendienst Deutschlands“, nämlich die Feuerwehren, innerhalb von zehn Minuten zur Stelle sind“, sagte Bürgermeister Volker Carle und wies damit auf die Selbstverständlichkeit hin, die jedoch nur mit sehr viel Arbeit und persönlichen ehrenamtlichen Einsatz aufrecht erhalten werden kann.

Gemeindebrandinspektor Volker Vincon griff während der Hauptversammlung der Cölber Feuerwehren am Freitagabend in Bürgeln vor 65 Mitgliedern der Einsatzabteilungen die thematische Vorlage auf, um auf verschiedene Probleme aufmerksam zu machen.

In den Gemeinden fußt bundesweit die Erfüllung der Pflichtaufgabe „Brandschutz“ neben Bereitstellung der Haushaltsmittel letztendlich auf dem ehrenamtlichen Engagement der rund 1,1 Millionen Feuerwehrleute in Deutschland. In Cölbe sind es derzeit 116 ehrenamtlich tätige Einsatzkräfte, die das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung gewährleisten und die sich entsprechend persönlich einbringen.

Im Ortsteil Cölbe wird laut Vincon die Arbeit der Feuerwehr, bedingt durch die begrenzten, räumlichen Gegebenheiten im Feuerwehrhaus in der Hebertstraße und teilweise durch die Überalterung der Gerätschaften mehr und mehr erschwert. Vincon wünscht sich hier ein deutliches Signal des Cölber Gemeindeparlaments für die Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehr.

Bereits im Jahr 2012 wurde eine Machbarkeitsstudie, hinsichtlich eines Neubaues eines Feuerwehrgerätehauses erstellt. Politische Diskussionen und ein Investitionsstau im Haushalt der Gemeinde haben in der Vergangenheit zu Verzögerungen geführt.

Zur Freude aller Beteiligten ging im Jahr 2013 ein neuer Gerätewagen- Logistik 2 (GW- L2) in Betrieb. Die ersten Einsätze mit dem neuen Fahrzeug wurden bereits erfolgreich gemeistert. Die geplante Investition für den Neubau sei in den aktuellen Haushalt eingestellt sowie die Fördergelder beantragt. Bürgermeister Volker Carle ließ die Versammlung auch wissen, dass zu seinem Bedauern noch kein Bescheid vorliege, er aber in dieser Angelegenheit am Ball bleibe.

Dass auch gute Gerätschaften vonnöten sind, zeigt die Zahl der Einsätze: 18-mal mehr als im Jahr 2012, insgesamt 85 mal wurden die Wehren der Großgemeinde Cölbe im vergangenen Jahr alarmiert. Cölbe 44-mal, Bürgeln 26-mal, Schönstadt 13-mal und Reddehausen 2-mal. Neben den Einsatzstunden absolvierten die 116 Freiwilligen insgesamt 3 642 Lehrgangstunden, 2 480 Stunden für Fahrzeug- und Gebäudeunterhaltung, 820 Stunden für Geräteprüfung und Geräteunterhaltung sowie 1435 Stunden für Besprechungs-, Verwaltungs- und Führungsaufgaben.

Des Weiteren haben 48 Kameradinnen und Kameraden an der Endanwender-Umschulung für Digitalfunk teilgenommen. Martin Fritsche trat als neuer Fachgebietsleiter die Nachfolge für den erkrankten Dennis Korn an.

Seit nun mehr als zwei Jahren arbeiten die Feuerwehren der Nordkreiskommunen zusammen und betreiben eine gemeinsame Truppmann-Teil-2-Ausbildung.

Entgegen der Werbeaktion „Alle brauchen die Feuerwehr, die Feuerwehr braucht dich“, ist die Jugendfeuerwehr Cölbes im Jahr 2013 dem bundesweiten Trend gefolgt. Es konnten nur zehn neue Jugendfeuerwehrmitglieder angeworben werden. Neben dem Problem des Mitgliederrückgangs konnte ein Jugendfeuerwehrmitglied in die Einsatzabteilung übernommen werden. In diesem Jahr werden mit dem Erreichen des 17. beziehungsweise 18. Lebensjahr sechs weitere Kameraden in die aktive Wehr folgen.

Insgesamt wurden in der Jugendfeuerwehr an feuerwehrtechnischer Leistung 96 Stunden absolviert, neben 95 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Zudem haben die Jugendfeuerwehrwarte, laut Bericht von Gemeindejugendfeuerwehrwartin, Sabine Otto, an Vor- und Nachbereitungen der Aktionen sowie Fortbildungen weitere 367 Stunden aufgewendet.

Beim Aktionstag in Marburg am 17. Mai anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr werden auch die Ortsteiljugendfeuerwehren aus Cölbe teilnehmen. Eine Menge Spaß, spannende und abwechslungsreiche Aktionen werden an diesem Tag garantiert.

von Elvira Rübeling

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