Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Wasser marsch! Die Verbindung steht

Feuerwehr-Übung Wasser marsch! Die Verbindung steht

Das herrliche Frühlingswetter nutzten am Wochenende viele Menschen, um etwa bei einem gemütlichen Spaziergang Sonne zu tanken. Nicht so die Lahntaler Feuerwehrleute.

Voriger Artikel
Liebschaften, Leichen und viele Lacher
Nächster Artikel
Besondere Ehrung für Hans-Peter Dersch

Feuerwehrleute im Wassernebel – bei der Übung in Caldern stellten die Lahntaler Wehren sicher, dass sie im Brandfall ausreichend Wasser über weitere Strecken befördern können.

Quelle: Manfred Schubert

Caldern. Sie waren auch in diesem Jahr wieder die ersten, die eine Übung auf Gemeindeebene absolvierten. Und dabei ordentlich ins Schwitzen gerieten. Alle Ortsteilwehren der Gemeinde Lahntal waren mit insgesamt zehn Fahrzeugen und etwa 60 Einsatzkräften an der gemeinsamen Frühjahrsübung beteiligt.

Calderns Wehrführer Marcus Ochs hatte nämlich, nach vielen Jahren wieder einmal, als Schwerpunkt den klassischen Aufbau einer Löschwasserförderung über eine lange Wegstrecke gewählt. „Bei der Ausarbeitung des Feuerwehrbedarfs- und -entwicklungsplans im vergangenen Jahr fiel auf, dass unter anderem in Caldern und Brungershausen erhebliche Missstände bei der Löschwasserversorgung bestehen. Teilweise liefern die Hydranten nur 300 bis 400 Liter in der Minute“, erläuterte er zum Hintergrund. Ein einziges Strahlrohr braucht etwa 100 Liter pro Minute.

Daher sollten die Leistungsfähigkeit der Ausrüstung und das Zusammenspiel der Technik und des Personals geprüft und geübt werden. Unter anderem mit unterschiedlichen Förderströmen und Schlauchleitungszahlen. Ochs betonte, dass die Übung ansonsten eigentlich „weltfremd“ gewesen sei. Bei einem wirklichen Großfeuer am Oberen Brunkel, dem angenommenen Einsatzort unterhalb des Friedhofes, würde man die Feuerwehren einer Nachbargemeinde zu Hilfe rufen, da Lahntal allein gar kein Personal mehr für den unmittelbaren Löschangriff gehabt hätte.

Um 15.12 Uhr erfolgte die Alarmierung. Die Aufgabe lautete, die Löschwasserversorgung vom Mühlgraben bis zum Oberen Brunkel herzustellen. 880 Meter Schlauchleitung und vier Pumpen waren nötig, um diese Strecke und die 48 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Um 15.49 Uhr stand die erste Leitung, um 15.56 Uhr hatte das Wasser in den Schläuchen den Weg zurückgelegt und konnte eingesetzt werden. Mit einer B-Leitung konnten bis 1000 Liter in der Minute gefördert werden, nachdem eine zweite Leitung parallel verlegt war, waren es 1200 Liter pro Minute. Schließlich wurden noch zwei Löschwasserbehälter, die 10000 beziehungsweise 3000 Liter fassen können, am Einsatzort aufgebaut. „Damit hätten wir einen Puffer für einige Minuten, falls ein Schlauch platzen sollte und ausgetauscht werden müsste“, sagte Ochs.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Kreisbrandmeister Tilo Funk beobachteten gemeinsam mit Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer die etwa 90-minütige Übung. Bei der anschließenden Nachbesprechung im Bürgerhaus zeigten sie sich ebenso wie Marcus Ochs sehr zufrieden mit deren Verlauf.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr