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Warum man die Melone schützen muss

Verkehrssicherheit Warum man die Melone schützen muss

Auf spielerische Weise beschäftigten sich etwa 100 Kinder aus Lahntal und Münchhausen beim Verkehrssicherheitstag in Goßfelden mit lebenswichtigen Themen rund um das Verhalten im Straßenverkehr.

Goßfelden. Schnell mit dem Roller oder Fahrrad eine Runde über den Parcours, den die Kreisverkehrswacht aufgebaut hatte - doch halt: Ist mein Fahrrad auch verkehrssicher? Also erst mal zum Fahrrad-TÜV und prüfen lassen, ob alles gut festgeschraubt ist, Bremsen und Licht funktionieren, und dann los. Aber nicht ohne Helm.

Denn was dem Kopf bei einem Sturz auf die Straße passieren könnte, demonstriert der Kreisverkehrswacht-Vorsitzende Klaus Schnitzky. Einen Sturz aus etwa zwei Metern Höhe mit Helm überstand eine Wassermelone unversehrt, ohne Helm zerplatzte sie. Beeindruckend war das - genauso aber auch, dass einige der Kleinen laut protestierten - „Das ist Lebensmittelverschwendung“ - und sich daran machten, die Überreste schnell zu vertilgen.

Die Verkehrswacht des Landkreises Marburg-Biedenkopf war einer der Partner beim Aktions- und Informationstag zum Thema Verkehr und Schulwegsicherung, der am vergangenen Samstag rund um das Feuerwehrhaus in Goßfelden stattfand. Eingeladen hatte der Verein „Kinder sind unsere Zukunft“ Lahntal/Münchhausen die Vor- und Schulkinder beider Gemeinden. An der Organisation war auch das Team der Lahntaler Bambinifeuerwehr beteiligt.

Etwa 100 Kinder erlebten vier abwechslungsreiche, mit Mitmachangeboten und Vorführungen ausgefüllte Stunden. Am Computer konnte man sich den sichersten Schulweg für den jeweiligen Ortsteil ausdrucken lassen. Wer das zu Hause für sich noch nachholen möchte, kann dies unter www.schulwegplaner.de tun.

Im Dunkelraum wurde die Wirkung reflektierender Kleidung deutlich, man konnte Verkehrszeichen-Memory oder Mitfahrer-Staffel spielen, die Kletterwand der Feuerwehr ersteigen, mit Sommerskiern balancieren, bei den Johannitern Verbände anlegen üben, den Streifenwagen von Martin Schneider, Schutzmann im Nordkreis, und Polizei-Verkehrserzieher Marcel Fehling und ihre Ausrüstung anschauen oder beim Lahntaler Optiker Klingelhöfer einen Sehtest machen.

Eine Attraktion war die große Hüpfburg, die die Verkehrswacht mit Hilfe von Sponsoren vor zwei Wochen angeschafft hatte und die zu ihrem ersten Einsatz kam. Deren Sinn geht über die reine Unterhaltungsfunktion hinaus, wie Klaus Schnitzky erläuterte: „Wir legen viel Wert darauf, die Motorik der Kinder zu verbessern, um deren sichere Fortbewegung im Verkehr zu erhöhen. Daher verschenken wir auch Roller, die diesem Zweck ebenfalls sehr gut dienen, an Kindergärten. Die Hüpfburg kann für Kinderveranstaltungen angemietet werden.“ Daneben führte die Verkehrswacht mit einem Teddy auf einem Gurtschlitten vor, wie man sich richtig anschnallt. Ohne Gurt stürzte das Plüschtier heftig auf den Kopf.

Die Jugendfeuerwehr Sarnau führte eine Löschübung vor. Die Jugendfeuerwehr Goßfelden half ihrem Jugendfeuerwehrwart Daniel Köster, der beim TÜV arbeitet, beim Bremstest. Er führte vor, wie sich der Bremsweg eines Autos auf nasser Fahrbahn verlängert.

von Manfred Schubert

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