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Warum es keine Eismäuse gibt

Schüler forschen Warum es keine Eismäuse gibt

Zum zweiten Mal lief ein Kooperationsprojekt zwischen der Wollenbergschule und der Marburger Philipps-Universität unter dem Motto „Winter find´ ich cool“.

Wetter. Mit Seminarleiterin Sabine Matzen hatten Lehramtsstudierende am Institut für Sozialpädagogik das Unterrichtsmaterial für naturwissenschaftliche Unterrichtsreihen entwickelt. Teile davon konnten 13 von ihnen nun mit den insgesamt mehr als 150 Schülern der Jahrgangsstufe fünf an der Wollenbergschule sowie der Klasse vier der Burgwaldschule erproben.

Wie Studentin Claudia Hartmann berichtete, hätten die Studierenden sich zunächst Gedanken gemacht, was könne zum Winter passen und welche Experimente seien umsetzbar.

Für die Studierenden sei der Projekttag etwas ganz besonderes, betonte Hartmann: Anders als an der Uni rücke die Theorie in den Hintergrund und es könnten ganz konkrete Praxiserfahrungen mit den Kindern gemacht werden.

Aber den meisten Spaß und die größten Erfahrungen hatten die Schüler bei den Experimenten. „Es ist wichtig, dass die Kinder kleine Forscher sind“, sagte Hartman, denn so bleibe von dem Erlernten auch das meiste hängen. Fünf Themenräume waren vorbereitet, Entstehung von Wetter und Jahreszeiten, Wasser, Wärme, Tiere und Pflanzen im Winter sowie „Der menschliche Körper im Winter“. Die elfjährige Maren lernte, wie Wärme die Eigenschaften auch von gefrorenem Wasser verändert. Sei es flüssig, so erläuterte sie, dann sei es rutschig. Und wenn die Kufen eines Schlittens über das Eis oder den Schnee bewegt würden, dann entstehe ein Wasserfilm auf dem man schön gleiten könne. Der gleichaltrige Moritz wusste nach den Experimenten, dass Wasser oder Cola zu Eis werden, wenn es kalt genug ist, aber Öl, das werde nur etwas zäher.

Lukas (10) und Philipp (10) erklärten, warum es Eisbären aber keine Eismäuse gibt, und welche Materialien Wärme am längsten halten. Mäuse seien für extreme Temperaturen einfach zu klein. Ein großer Körper verliere Wärme wegen seiner im Verhältnis kleineren Oberfläche nicht so schnell. Herausgefunden habe er dies durch unterschiedlich große Kartoffeln, die größeren seien einfach länger heiß geblieben. Und Philipp ergänzte, dass Wolle ein wenig besser Wärme halte als Fell, wie er bei einem Experiment festgestellt habe.

von Heiko Krause

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