Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Wann rollt der erste Einkaufswagen?

Cölbe Wann rollt der erste Einkaufswagen?

Seit Jahren ist das Nahversorgungszentrum in Bürgeln bereits im Gespräch. Jetzt sind die Pläne einen Schritt weiter.

Voriger Artikel
Fröhlich machender Klang in der Stiftskirche
Nächster Artikel
Ein Dorf feiert sein Wahrzeichen

Der Einkauf von Lebensmitteln direkt um die Ecke? Das wird vielleicht in Zukunft Realität in Bürgeln.Foto: Erwin Wodicka

Quelle: Erwin Wodicka

Bürgeln. Der Cölber Haupt- und Finanzausschuss befürwortet den Antrag über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das „Nahversorgungszentrum Bürgeln“. Die Norma Lebensmittelhandelsgesellschaft mbH & Co. KG, Kerpen beabsichtigt, neben der Mehrzweckhalle in Bürgeln ein Nahversorgungszentrum zu errichten (die OP berichtete).

Das betreffende und früher bereits umstrittene Grundstück liegt im Außenbereich des Ortes und ist damit rechtlich eigentlich für die Landwirtschaft vorgesehen. Da eine Bebauung des Grundstücks daher nur über eine verbindliche Bauleitplanung möglich ist, hatte die Firma den Antrag über die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gestellt. Das Baugelände hat sich die Firma bereits durch einen Vorvertrag mit dem Grundstückseigentümer gesichert. Demnächst soll sich ein Planungsbüro mit dem Vorhaben beschäftigen. Die Firma wird sich weiter mit der Gemeindevertretung über das Projekt abstimmen.

Dem Antrag auf vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das „Nahversorgungszentzrum Bürgeln“ stimmte der Ausschuss mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung zu. Bürgermeister Volker Carle freute sich über die anhaltende positive Resonanz. „Wir wollen mit politisch konstruktiven Diskussionen arbeiten“, betonte er.

Vorsitzender Wolfgang Tichelmann und Reinhold Guhlke von der SPD sprachen sich vollständig für den Antrag aus. Dem stimmte ebenfalls Jörg Drescher von der CDU zu. Die anwesenden Mitglieder von Grünen und Bürgerliste betonten jedoch erneut ihre Sorge, dass der geplante Lebensmittelladen dem Dorfladen in Schönstadt als Konkurrent gefährlich werden könnte. Dr. Jürgen Bunde von den Grünen enthielt sich der Abstimmung. Seiner Meinung nach sei das geplante Geschäft zu groß. Er unterstütze eine Versorgung in Bürgeln, sah jedoch in einem kleineren Dorfladen mehr Vorteile. „Ich hätte eine andere wirtschaftliche Entwicklung präferiert“, sagte er.

Neben diesem Tagesordnungpunkt beriet sich der Ausschuss ebenfalls über die Friedhofs- und Gebührensatzung der Gemeinde Cölbe. Da die Nutzungskosten der Friedhöfe schlecht kalkulierbar und von jährlich unterschiedlichen Todesfällen und verschiedenen Beerdigungsarten beeinflusst werden, müsse man alle paar Jahre neu kalkulieren, erklärte Carle. Es sei schwierig, die Gebühren neu einzuschätzen, momentan sei die Kostendeckung jedoch sehr schlecht. Der Bedarf müsse angepasst werden.

Daher werden die Gebühren für Erwerb von Grabstätten und die Nutzung der Friedhofseinrichtungen angehoben. Die Kosten für Bestattungen und Beisetzungen werden dafür teilweise verringert. Die Verordnung tritt ab dem 1. Juli in Kraft. Daneben verwies der Ausschuss auf die seiner Meinung nach sehr geringe Gebühr für Urnengräber im Vergleich zu Erdbestattungen. Er erließ einen Änderungsantrag für Urnengräber von momentan 70 Euro auf 180 Euro.

Desweiteren beriet der Ausschuss über den Abschluss neuer Kindergartenbetriebsverträge mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Cölbe und Schönstadt. Dem vorliegenden Antrag über eine neue, vor allem finanzielle Regelung des Betriebs der Kindergärten, stimmten sie in den meisten Punkten zu. Man war sich einig, dass aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten der Kindergärten eine neue Regelung gefunden werden müsse. Darüber gab es bereits mehrfach Gespräche zwischen Gemeinde und Kirche. Den Hauptteil der Kosten übernahm bisher schon die Gemeinde. Die Kirche sieht sich aber nicht mehr in der Lage, die bisherige finanzielle Zuschüsse zu leisten. Daher wurden die neuen Verträge samt einer Anhebung des Defizitanteils der politischen Gemeinde ausgearbeitet.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr