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Viel mehr als „Ringelpiez mit Anfassen“

Seniorenbildung Viel mehr als „Ringelpiez mit Anfassen“

Bei Musik vom Posaunenchor Bracht, Grußworten, Sketchen und einem gemeinsamen Abendessen erinnerte die Gemeinde Münchhausen an die 40-jährige Geschichte der Seniorenbildung.

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Gisela Müller (von links), Elsbeth Muth, Hildegard Kirsch und Regina Wiegand stellten in der Burgwaldhalle vor 270 Gästen im ersten von mehreren Sketchen das Seniorentanz-Angebot vor. Blumen für die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte: Heidemarie Schneider nahm vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Roland Wehner, einen Strauß entgegen.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. Gefeiert wurde unter dem Motto „Vom Altenclub zum Treffpunkt - 40 Jahre Seniorenbildung in Münchhausen“. Was die Senioren der Gemeinde Münchhausen so alles schaffen, das erlebten die 270 Gäste in der Burgwaldhalle.

Bürgermeister Peter Funk würdigte das „große, eigentlich unbezahlbare Pfund“, dass es diese Seniorenarbeit mit ihren zahlreichen Angeboten in der Gemeinde gebe. Einige davon, sowie die Anfänge, als die Treffpunkte noch Altenclub hießen, stellten einige Teilnehmer und ehrenamtliche Mitarbeiter in mehreren unterhaltsamen Sketchen vor und räumten dabei gleich mit Vorurteilen auf.

Gisela Müller, Elsbeth Muth, Hildegard Kirsch und Regina Wiegand erklärten beispielsweise, dass der Seniorentanz kein „Ringelpiez mit Anfassen“ sei, sondern das Erlernen von Tanzfiguren und Gehirnjogging mit Bewegung darstelle. Der Tatsache, dass trotz aller Bemühungen Männer dieser Gruppe bisher fernbleiben, gewannen die Frauen augenzwinkernd eine positive Seite ab: So sei keiner dabei, der ihnen auf die Füße trete.

Roland und Sieglinde Wehner neckten sich gegenseitig in ihrer Vorstellung des Computerkurses 50plus. Katharina Spenner und Heinrich Krieg stellten die Wandergruppe vor, zu der 40 bis 45 Teilnehmer gehören und die im vorigen Jahr ihre 50. Wanderung feierte.

„Seniorenwandern, das hält jung und bringt uns Alten neuen Schwung“, beteuerten sie. Und was beim „Offenen Singen“ in Oberasphe passiert, bekamen die Gäste zu hören, als die Teilnehmer unter Leitung von Jakob Engelbach sangen: „Als Freunde kamen wir“.

Heidemarie Schneider hatte zu Beginn auf die Gründungsjahre und die weitere Entwicklung der Seniorenarbeit sowie Höhepunkte wie die gemeinsamen Fahrten zurückgeblickt. Nach 40 Jahren habe sich die Seniorenarbeit verändert und sei auch auf die Generation 50 plus erweitert worden, aber die Grundidee, etwas für die Senioren in den Dörfern zu tun, und die Nachmittage mit hohem Bildungsangebot und guten Referenten seien geblieben. Das Programm werde immer mehr zu einem verbindenden Element für alle Generationen und gehe weg von Einzelaktivitäten hin zur Gemeinschaft aller fünf Dörfer.

Jetzt müsse man eine Art Bürgerhilfe entwickeln, sagte Schneider mit Blick auf die nahe Zukunft. Unter dem Motto „Senioren helfen Senioren“ sollte man nachdenken über eine Zeittauschbörse, in der Angebote und Nachfragen nach Hilfen im Alltag koordiniert werden, über Einkaufshilfen oder etwa Begleitung zu Arztbesuchen. Oder auch über „Alt hilft jung und jung hilft alt“. Dazu gehöre auch, dass Menschen ihr Alter annehmen, dazu stehen und nicht dem Jugendwahn unterlägen und mit 70 und weit darüber hinaus noch sagten „So alt sind wir aber noch nicht“.

Auch andere waren voll des Lobes für die Seniorenarbeit, beispielsweise Roland Wehner als Vorsitzender der Gemeindevertretung, der alle würdigte, die „beitrugen, dass die Seniorenarbeit zu einer Erfolgsstory wurde“. Immer wieder hoben die Redner das besondere Engagement von Heidi Schneider hervor, mehrere Blumensträuße wurden ihr im Laufe des Abends überreicht. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Karin Lölkes würdigte sie als „Triebfeder und Motor der Seniorenarbeit“, mit ihren Bemühungen habe sie zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität der älteren Mitmenschen beigetragen.

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