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Versöhnliches Ende und ein guter Start

Kita-Einweihung in Unterrosphe Versöhnliches Ende und ein guter Start

Der Kita-Neubau in Unterrosphe war über ein halbes Jahrzehnt ein umstrittenes Thema gewesen. Jetzt ging die „Burgwaldkita“ in Betrieb. Erzieherinnen und Kinder fühlen sich wohl, die Kritik scheint verstummt.

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Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka sprach im überfüllten Foyer zu den Gästen der Eröffnungsfeier der Burgwaldkita in Unterrosphe.

Quelle: Manfred Schubert

Unterrosphe. Mit fast 200 Teilnehmern fand am Freitag die Eröffnungsfeier des neuen Kindergartens statt, der anstelle der drei alten Einrichtungen in Mellnau, Oberrosphe und Unterrosphe gebaut wurde.

Bürgermeister Kai-Uwe Spanka blickte auf die „schwierigen Diskussionen mit Ortsbeiräten und Eltern“ zurück, die 2010 begannen und zur Einrichtung einer Kita-Kommission führten. Diese kam zu dem Ergebnis, ein kompletter Neubau in Unterrosphe sei besser als ein Um- oder Anbauten in Mellnau und Oberrosphe. Auch in der Stadtverordnetenversammlung hatte es heftige Debatten gegeben, bis sie im März 2015 das Geld für den Neubau freigab.

Spatenstich ist ein Jahr her

Der erste Spatenstich war am 2. November 2015, am 18. März 2016 feierte man Richtfest und am 1. November ging die Kita in Betrieb. „Mit 1,475 Millionen Euro liegt die Bausumme nur 1,61 Prozent über der Kostenschätzung von 2015“, betonte Spanka. Die Mehrkosten lägen an einer 30 Zentimeter dickeren Bodenplatte als üblich, die sich erst später als notwendig erwiesen habe. Mit weiteren Arbeiten im Außenbereich und Einrichtungsgegenständen werde man auf 1,5 Millionen Euro kommen, was ein guter Wert für einen solchen Bau sei, sagte Spanka.

„Auf die Frage, ob ein solches Infrastrukturobjekt auch aus Mitteln der Dorferneuerung gefördert werden könne, hieß es erst nein. Nach weiteren Nachfragen und Verhandlungen konnten wir maximal 300000 Euro bekommen, jetzt gilt das landesweit für alle Orte in der Dorferneuerung. Schade nur, dass über die Ministerschiene versucht wurde, uns den zugesagten Zuschuss wieder streitig zu machen, das bleibt im Gedächtnis“, betonte der Bürgermeister. Zur Diskussion über eine eventuelle Überdimensionierung merkte er an, dass zum 1. April 2017 alle Plätze in Unterrosphe belegt sein werden, ebenso in Wetter und Treisbach.

43 Kinder werden derzeit von sieben Erziehern betreut

Kita-Leiterin Doris Wabnegg berichtete, dass zurzeit 43 Kinder von sieben Erzieherinnen und einem Erzieher, darunter eine Integrationskraft, betreut werden. Maximal können 75 Kinder in den drei Gruppenräumen des 55 mal 15,5 Meter großen Gebäudes untergebracht werden. Kinder und Personal freuen sich über die großzügigen Platzverhältnisse im Vergleich zu den früher eher improvisierten, in ehemaligen Lehrerwohnungen untergebrachten Kindergärten in Mellnau und Oberrosphe. Ein Bewegungs-, ein Schlaf-, ein Differenzierungs- sowie ein Forscher- und Matschraum gehören dazu. „Es ist gar kein Vergleich zu früher, wie wir jetzt arbeiten“, sagte sie. Und die Eltern profitieren von den von 7.30 bis 14.30 Uhr auf nun 7 bis 17 Uhr erweiterten Betreuungszeiten.

Mellnaus Ortsvorsteherin Margot Diehl fand, die ganze Diskussion sei nun zu einem versöhnlichen Ende gekommen. Von Seiten der Eltern kämen keine negativen Meldungen mehr, nur noch Fragen, beispielsweise zur Beförderung. Ortsbeiratsmitglied Andreas Ditze erklärte, man erwarte nun von Stadt und Landkreis, das Leerstandsthema anzugehen, damit die Orte „nicht in ein Loch fallen“. Diehl forderte, der Landkreis solle zusichern, dass die Schulstandorte erhalten bleiben. Bürgermeister Spanka fügte an, dass die Schulen bereits Interesse an den frei gewordenen Räumen angemeldet hätten.

Nach der Eröffnungsfeier zogen die Kinder mit Laternen durchs Dorf. Schließlich war Martinstag. Am Samstagvormittag ergänzte ein „Tag der offenen Tür“ die Eröffnungsfeier der Burgwaldkita.

von Manfred Schubert

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