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VdK Wetter will Arbeit wieder aufnehmen

Urteil rechtskräftig VdK Wetter will Arbeit wieder aufnehmen

Dem Landesverband ist es nicht gelungen, das für den Ortsverband Wetter positive Urteil des Landesgerichts Frankfurt vom 2. November 2010 zu kippen. Alle juristischen Wege wurden dabei ausgeschöpft.

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Rechtsanwältin Dr. Marina Marschall (von links), Marie-Luise Luhmann, Heinz Luhmann und Friedhelm Fett setzen darauf, dass die Gerichtsakten endlich in den Schrank wandern können und gegen die des Ortsverbandes ausgetauscht werden.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. Der Vorstand des VdK-Ortsverbandes Wetter hat den Rechtsstreit gegen den eigenen Landesverband gewonnen. Das Urteil aus dem Jahr 2010 hat Bestand, weil zum einen das Oberlandesgericht keine Revision zuließ und zum anderen eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof aufgrund eines zu geringen Streitwerts abgewiesen wurde.

„Jetzt sind wir wieder da, wo wir 2008 waren, als alles anfing“, sagt Marie-Luise Luhmann, Vorsitzende des Ortsvereins. Vorsitzende? Ja, Vorsitzende. Es gab nie ein anders lautendes Urteil, weder vom Amts- noch vom Landgericht.

Marie-Luise Luhmann, ihr Mann Heinz und Friedhelm Fett fühlen sich weiter als legitim gewählte Vorstandsmitglieder und fordern nun vom Landesverband eine aktuelle Mitgliederliste, die Anerkennung ihrer Ämter und die notwendige Unterstützung ein, den Ortsverband wieder zum Laufen zu bringen.

Ihre Rechtsanwältin Dr. Marina Marschall stellt unmissverständlich heraus: „Die Gremien und Personen, die den Ausschluss von Marie-Luise Luhmann beschlossen haben, waren dazu nicht legitimiert. Nur wer den Vorstand bestellt, darf ihn auch abberufen.“

„Wir haben juristisch gewonnen und bekommen trotzdem keine Auskünfte, die für unsere Arbeit vor Ort wichtig sind“, sagt Friedhelm Fett, Stellvertreter von Marie-Luise Luhmann. Auch Marschall ist ratlos: „Wo soll das noch hinführen? Wir reden hier von einem Sozialverband.“ Marie-Luise Luhmann will, wie ihr Mann und Friedhelm Fett dem VdK treu bleiben, hat sie sich doch eine große Zeit ihres Lebens für den Verband eingesetzt. 2005 hatte sie dafür noch die goldene Nadel am Bande bekommen.

„Der Ortsverband Wetter war immer sehr aktiv. Wir hatten auch einen guten Zusammenhalt, haben Fahrten unternommen und gesellige Zusammenkünfte organisiert. Von Horst Gunnesch, der auch aus Wetter kommt und derzeit Schatzmeister im Landesvorstand des VdK Hessen-Thüringen ist, hat sie noch kein Wort der Entschuldigung gehört. Auf Nachfrage der OP, ob der Landesverband den Vorstand des VdK Wetter intern oder gar öffentlich rehabilitieren wird, gibt Philipp Stielow als Sprecher des VdK Hessen-Thüringen zur Kenntnis, dass der Landesverband sehr gerne wieder mit dem Ortsverband Wetter zusammenarbeiten möchte - allein gäbe es dort ja derzeit keinen Vorstand.

HINTERGRUND:

Die Bezirks- und Kreisverbände wurden 2006/ 2007 aufgefordert, sich finanziell an einem überregionalen VdK-Vorhaben zu beteiligen. Der Landesverband wollte dafür von den Bezirks- und Kreisverbänden eine finanzielle Unterstützung bekommen. Der VdK-Kreisverband Marburg-Biedenkopf gab diese Forderung an die Ortsverbände weiter. So sollte jeder Ortsverband je einen Euro pro Mitglied als Beitrag leisten. Die Ortsverbände Marburg und Wetter machten darauf aufmerksam, dass dies gegen die Satzung verstoße. Als das Geld dennoch eingezogen wurde, trat der Marburger Vorstand zurück, der Wetteraner blieb im Amt und buchte das Geld zurück. Der so angefangene Vereinsstreit mündete zunächst in einem Schlichtungsverfahren. Als dann der Kreisvorsitzende Horst Gunnesch, der selbst aus Wetter stammt, den Ausschluss der Ortsverbandsvorsitzenden Marie-Luise Luhmann anstrengte und dieser am 9. Februar 2009 offiziell verkündet wurde, landete die ganze Sache vor dem Gericht. Der Wetteraner Vorstand wollte bestätigt sehen, dass die Abberufung der Vorsitzenden nicht ohne die Zustimmung der Mitglieder des Ortsverbandes möglich ist. Dessen ungeachtet wählte der Ortsverband Marie-Luise Luhmann im März 2009 erneut zur Vorsitzenden.

von Götz Schaub

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