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Unwetter kann Festival nicht stoppen

Spaß im Gras Unwetter kann Festival nicht stoppen

Hagel und andere Schwierigkeiten: Auch bei der zweiten Auflage vom Musik-Festival „Spaß im Gras“ hatten die Verantwortlichen wieder mit unvorhergesehenen Problemen zu kämpfen. Der Feierlaune tat das keinen Abbruch.

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Die Musiker von „Still Counting“ um den charismatischen Sänger Manuel Herwig rockten am späten Samstagabend beim „Spaß-im-Gras“-Festival mit Coversongs der dänischen Band „Volbeat“.

Quelle: Jürgen Jacob

Warzenbach. Punker, Alternative, Aussteiger, Partyfreunde und interessierte Menschen aus den Orten rund um Warzenbach feierten gemeinsam drei Tage lang am Sportplatz Warzenbach. Begonnen hatte das Festival „Spaß im Gras“ am Freitagnachmittag noch bei sommerlichen Temperaturen.

Doch nachdem Andi Gartner und die Band Faton noch bei bester Stimmung von der Bühne spielten, öffnete der Himmel über Warzenbach seine Schleusen und ein gewaltiger Hagelschauer überflutete die Bühne. Also hieß es für die Verantwortlichen um Christiane Munk wieder einmal umbauen.

Die komplette Technik wurde kurzerhand unter das Vordach der Schutzhütte verlegt und die nachfolgenden Bands spielten dann vor stark reduziertem Publikum. Aber die Düsseldorfer Bluesrocker „Downhill“ , die Bamberger Retro-Hardrocker „Sumosluts“ und die Mitglieder der Schwälmer Band „Krün“, die mit Rock-Gitarre, Cello und indischer Sitar eine Mischung zwischen Weltmusik, Ska, Reggae und Rockballaden boten, zeigten den eingefleischten Fans die bunte Mischung, die auch das zweite „Spaß-im-Gras“-Festival ausmachten.

„Eigentlich wollten wir nur ein bisschen mit guter Musik bei guter Laune feiern“, erzählt Initiatorin Christiane Munk im Gespräch. Aber nach dem ersten Versuch im vergangenen Jahr, der auch mit zahlreichen Schwierigkeiten wie kurzfristigem Ortswechsel und Absagen zu kämpfen hatte, gab es so viel positive Rückmeldung, dass das Festival nun möglichst jährlich stattfinden soll.

„Auch wenn wir in diesem Jahr wieder mit einigen Problemen zu kämpfen hatten, am Ende zählt der Spaß, den alle hatten“, so Munk. Dazu beigetragen haben dürften auch der freie Eintritt und die Möglichkeit, am Platz zu zelten.

Dass ein paar Bands kurzfristig absagen mussten, tat auch der Stimmung an den beiden anderen Tagen keinen Abbruch. Am Samstagabend kamen dann hunderte Fans guter Musik auf den Sportplatz, um gemeinsam zu feiern. Zunächst waren die Punkrocker von „Anzefar“ um Frontmann Jost H. Walter mit ihren Stücken auf der Bühne, dann begeisterten die Hinterländer „Jesters Playground“ mit ihrem Folkrock.

Cover-Songs aus den vergangenen Jahrzehnten präsentierten anschließend die „Dowdy Dukes“ aus Gladenbach und Umgebung. Die „schäbigen Herzoge“ um Sänger und Gitarrist Nicky Döhlner und Sängerin Joela Semmler trafen mit ihren Songs den Geschmack des Publikums. Und als zum Abschluss des Tages noch die ebenfalls aus dem Raum Gladenbach stammenden „Still Counting“ die Bühne betraten, ging dann nochmal richtig die Post ab.

Auch sie hatten Coversongs - und zwar nur solche der dänischen Hardrock-Band „Volbeat“ - im Gepäck. Die Interpretationen der fünf heimischen Mannen um den charismatischen Sänger Manuel Herwig gefielen nicht nur eingefleischten Volbeat-Fans, sondern auch den Besuchern, die sich fern der Bühne an Lagerfeuern oder am Met-Stand vergnügten.

Am Sonntag gab es noch weitere Auftritte, beispielsweise vom „Bazouka Groove Club“ oder „Makia“. Und auch die Kreativ-Angebote für Kinder, wie Speckstein bearbeiten, Batiken, Naturinstrumente bauen oder Kinderschminken wurden gut angenommen. Zudem gab es neben Met auch noch das „heilsame Zelt“ mit Klangschalen, Reiki und Massagen.

Wer da war, hofft sicherlich darauf, dass sich Christiane Munk und ihre Mitstreiter nicht unterkriegen lassen und auch weiterhin „Spaß im Gras“ organisieren.

von Jürgen Jacob

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