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Unterwegs wie Huckleberry Finn

Wetteraner Kinder erkungen die Lahn Unterwegs wie Huckleberry Finn

Eine Woche lang sind die 15 Vorschulkinder der evangelischen Kindertagesstätte „Arche“ aus Wetter mit dem Floß auf der Lahn in Marburg unterwegs gewesen.

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Die Vorschulkinder der „Arche“ Wetter eroberten mit dem Floß die Lahn, lernten den Fluss und seine Lebewesen kennen und bewiesen Teamgeist.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Bei dem vom Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (BSJ) konzipierten Projekt sollen die Schüler den Fluss erleben und direkt in der Natur Erfahrungen mit der Tier- und Pflanzenwelt des Wassers sammeln.

Wie BSJ-Projektkoordinatorin Antje Gorschewski erläuterte, betreibt der Verein das Floß seit 2009 und Ende dieses Jahres werde wohl die 150. Kindergruppe das Angebot nutzen. Das 7,7 mal 3,6 Meter große Floß sei für bis zu 15 Kinder konzipiert, so Gorschewski. „Auf und an der Lahn können die Lebe­wesen und Pflanzen im Wasser, am Ufer oder den angrenzenden Wiesen entdeckt und untersucht werden.“ Dafür stünde auch umfangreiches Material zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Floßfahrten liege in der Anbahnung und Vertiefung naturkundlicher Erfahrungsprozesse.

Der große Spaß, den die Kinder hatten, war ihnen anzumerken. Viele sagten am letzten Tag, gar nicht mehr in die Kita zu wollen und statt dessen immer auf dem Floß unterwegs sein zu wollen.

Teamgeist ist wichtig

Dass die Aktion bei den Kindern so gut ankam, mag auch an dem Glück mit dem Wetter gelegen haben. Begeistert zeigten sich aber auch die drei betreuenden Erzieherinnen Christel Specht, Christine Reitz und Nadia Svoboda-Albrecht. „Die Kinder haben ganz viel experimentiert“, berichtete Specht. So hätten sie Fische gefangen und im Aquarium beobachtet, mikroskopiert und geschnitzt sowie Angeln hergestellt. Auch in den Fluss seien die Kleinen gegangen, um das Element Wasser und die darin schwimmenden Algen kennenzulernen. Wichtig, so Specht, sei auch der Teamgeist gewesen, beispielsweise beim gemeinsamen Paddeln. Und die Kinder hätten sich toll unterstützt, so auch, wenn eines von ihnen etwas ängstlich gewesen sei beim Ins-Wasser-gehen. „Es ist eine ganz tolle Erfahrung, wenn man sich etwas traut“, betonte Nadia Svoboda-Albrecht. Und Reitz ergänzte, dass sich die Kinder nicht einmal gestritten hätten. Zudem hätten sie sich viel besser als sonst an alle Regeln gehalten.

Es sei das erste Mal, so Specht, dass die „Arche“ bei der Fahrt dabei war. Und sie sei sehr froh, dass der Förderverein die Aktion finanziert habe. Wie Gorschewski erläuterte, fördere die Stadt Marburg das Projekt für die städtischen Kindergärten sehr großzügig. Die Landkreiseinrichtungen müssten daher mehr bezahlen. Zum Abschluss stand am Freitag beim Bootshaus im Afföller ein gemeinsames Picknick mit den Eltern auf dem Programm, wo das Erlebte ausführlich erzählt wurde.

von Heiko Krause

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