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Und plötzlich steuert man das Flugzeug selbst

Flugplatz Schönstadt Und plötzlich steuert man das Flugzeug selbst

Jüngst fand wieder ein Schnupperkurs für junge Segelflieger auf dem Flugplatz Schönstadt statt. Die kleine Gruppe verlebte dort einen sehr erlebnisreichen Tag.

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Segelfliegen kann man bereits ab 14 Jahren. Diese Schnupperkursteilnehmer erlebten auf dem Flugplatz in Schönstadt einen schönen Tag in toller Atmosphäre.

Quelle: Privatfoto

Schönstadt. Beim Schnupperkurs im Segelfliegen erleben die Teilnehmer das Segelfliegen aus nächster Nähe. Das beinhaltet natürlich auch Flüge.

Aber der Reihe nach. Der Tag begann erst einmal mit einem gemeinsamen Frühstück in der Segelflugwerkstatt des Vereins. Dabei wurde auch über das Verhalten auf einem Flugplatz informiert, schließlich kann man dort nicht so ohne weiteres über die Start- und Landebahn laufen. Es müssen zu jeder Zeit bestimmte Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Die Segelfluglehrer Marianne Winkler und Michael Paul informierten die Teilnehmer an Hand einer Multi-Media-Show, wie ein Segelflugzeug fliegt, wie es sich in der Thermik nach oben bewegt und wie man bestimmte Luftströmungen ausnutzen kann. Sie machten deutlich, dass die Kameradschaft am Flugplatz ganz groß geschrieben wird und dass es das förmliche „Sie“ am Flugplatz nicht gibt, denn alle reden sich mit dem vertrauten „Du“ an.

Die Stimmung unter den Jungen und Mädchen aus der hiesigen Region war bestens.

Alle waren freudig gespannt, was auf sie zukommen sollte, denn schon bald ging es an das Ausräumen der Flugzeuge und das Fertigmachen zum Start. Die Flugzeuge wurden auf dem Hallenvorfeld in Reih und Glied aufgestellt, die Fahrzeuge, in dem sich allerlei Gerätschaft befand, welches zum Fliegen erforderlich ist, wurden auf die Startbahn gebracht.

Marianne Winkler erklärte die Startrichtung: „Heute ist die 22 in Betrieb, das heißt, die Flugzeuge starten in Richtung 220 Grad, weil der Wind aus Süd-West kommt.“ Flugzeuge starten immer in den Wind, weil man so einen besseren Auftrieb bekommt. Die Kursteilnehmer brachten die Flugzeuge an die Seite der Startbahn.

Nachdem dort die Flugzeuge auf die Funktionsfähigkeit aller Teile, die Freigängigkeit der Ruder geprüft und die Funkprobe gemacht worden war, stand dem ersten Start nichts mehr im Wege.

Die „Schnupperer“ nahmen dabei vorne auf dem Pilotensitz Platz, wurden mit einem Fallschirm versehen und angeschnallt. Der Lehrer nahm auf dem hinteren Sitz Platz, erklärte noch einmal die Funktionsfähigkeit aller Teile und was man damit machen kann, denn bei einem Schulflugzeug sind wie bei einem Fahrschulauto alle Teile doppelt vorhanden.

Es gibt vorne und hinten jeweils einen Steuerknüppel. Auch die Pedale für das Seitenruder gibt es vorne wie hinten. Die Haube des Segelflugzeuges wurde geschlossen, das Schleppflugzeug vom Typ Husky rollte vor das Segelflugzeug in dem Schüler und Lehrer saßen, der Starthelfer zog das Schleppseil aus und klinkte es in die Schleppkupplung des Segelflugzeuges vom Typ Schleicher ASK 13 ein. Als das Kommando „Seil straff“ gegeben wurde, ging es los und das Segelflugzeug stieg sanft in den Himmel.

Informationen zu den Schnupperkursen gibt es im Internet unter der Adresse www.kvfl.de.

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