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Und plötzlich fehlt es einfach an Beweglichkeit

Gründung eines Bürgerhilfevereins geplant Und plötzlich fehlt es einfach an Beweglichkeit

Im Zuge der Initiative „Wetter ist uns wichtig“ soll nach Möglichkeit schon im April ein Bürgerhilfeverein gegründet werden. Am Donnerstag, 5. März, findet zunächst ein Info-Abend statt.

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Ernst Bolltner (von links), Dr. Wolfgang Engelhardt, Ingrid Gärtner und Angela Böhme sprechen über das Thema Bürgerhilfe. Ihrer Spezialarbeitsgruppe gehören im Kern noch Christa Bloh und Dr. Ulrich Vogel an.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. „Wir wollen, dass ältere Menschen, die unter uns leben, dies so lange es geht in ihrem gewohnten Umfeld, sprich in ihrer eigenen Wohnung machen können“, sagt Dr. Wolfgang Engelhardt vom Arbeitskreis „Bürgerhilfe“, der sich aus einigen Mitgliedern des „Wetter-ist-uns- wichtig“-Arbeitskreises „Soziales Stadtgefüge und Ehrenamt“ zusammensetzt. Wie das gehen soll, ist klar, dafür gibt es schon viele Beispiele in Deutschland: Das Zauberwort heißt „ehrenamtliche Bürgerhilfe“.

Es geht um die "kleinen Hilfen"

Ernst Bolltner, bekannt als Leiter der Altenhilfe Wetter, sagt: „Wir bieten schon einige gesellige Veranstaltungen und Aktionen für ältere Mitbürger in Wetter an. Nun möchten wir auch dazu beitragen, dass diese Menschen möglichst lange in ihrer angestammten Umgebung leben können. Das bedeutet, wir möchten ihnen ehrenamtliche Hilfestellungen anbieten. Dazu suchen wir freiwillige Mitbürger, die sich diese Zeit für ihre Mitmenschen nehmen wollen. Wir müssen aber gleichzeitig auch wissen, wer was an Hilfe benötigt. Dazu soll der Info-Abend am Donnerstag auch dienen, damit wir den Beginn richtig planen können.“

Es geht um die „kleinen Hilfen“, nicht um regelmäßiges Putzen, Kochen oder Handwerkern. Doch in einem gewissen Alter lässt die Beweglichkeit nach, da wird das Auswechseln einer Glühbirne zum echten Problem, von der Abnahme einer Gardine zum Waschen ganz zu schweigen. Wer mehr Zeit erübrigen kann, darf aber auch gerne Besuchsdienste übernehmen, wenn diese gewünscht werden. Manche ältere Menschen sind oft tagelang allein, würden sich über ein gutes Gespräch, vielleicht auch bei einer Partie Schach, sehr freuen. „Älter werden in Wetter - am liebsten zu Hause“ heißt der Info-Abend am Donnerstag.

Wie ernst es den Mitarbeitern der Initiative „Wetter ist uns wichtig“ ist, zeigt sich auch daran, dass Landrätin Kirsten Fründt und Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka an diesem Abend da sein werden und zum Thema Bürgerhilfe Stellung nehmen. Zudem wird die Landrätin von Martina Berckhemer begleitet, die als Expertin von der Altenhilfeplanung des Landkreises Marburg-Biedenkopf das Thema noch einmal fachlich darstellen möchte.

Jeder, der helfen will, sollte es mal ausprobieren

„Wir müssen jetzt das Thema breit in die Öffentlichkeit tragen und hoffen, dass uns möglichst viele Menschen hier in Wetter und in den Stadtteilen unterstützen“, sagt Engelhardt. Dann fügt er hinzu: „Wir müssen uns auch alle klar machen, dass auch wir eines Tages alt sein werden und uns sicher über eine solche Hilfe freuen würden.“

Bolltner will möglichen Helfern die Entscheidung leicht machen: „Wer helfen will, verpflichtet sich nicht dauerhaft. Natürlich kann jeder selbst bestimmen, wann er zur Verfügung steht und wann nicht. Jeder, der helfen will, sollte es mal ausprobieren.“

„Wir sehen hier ein großes Aufgabengebiet, das wir jetzt mit Leben füllen wollen“, sagt Ingrid Gärtner, die ebenfalls im Spezialarbeitskreis „Bürgerhilfe“ mitarbeitet. Mit der Gründung des Vereins soll dies am 16. April stattfinden, wenn die engagierten Bürger Wetters eine weitere Form des neuen Miteinanders etablieren wollen. Die geselligen Angebote für ältere Menschen, wie ein gemeinsames Mittagessen, Tagesfahrten oder das Bürgercafé, werden schon sehr gut nachgefragt.

  • Die Informationsveranstaltung rund um den zu gründenden Bürgerhilfeverein findet am Donnerstag, 5. März, ab 19 Uhr im Bürgerhaus der Stadthalle Wetter statt.

von Götz Schaub

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