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Und die neue Fahne weht voran

Feuerwehr Wetter Und die neue Fahne weht voran

Der langgehegte Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Wetter nach einer eigenen Vereinsfahne ging jetzt in Erfüllung. Der Tag der offenen Tür wurde mit der feierlichen Weihe „gekrönt“.

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Pater Georg Assel vom Konvent des Deutschen Ordens in Wetter und Dr. Karl Ludwig Voss (rechts), Dekan im Ruhestand, nahmen die Weihe und Segnung der neuen Fahne vor.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Die ausgeräumte Fahrzeughalle war bis auf den letzten Platz besetzt. An der Stirnseite hinter der noch verhüllten neuen Fahne hatten Vertreter der Wetterschen Vereine sowie befreundeter Feuerwehren mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Auch von den Feuerwehren aus Wetter/Ruhr sowie der österreichischen Partnerstadt Deutschkreutz, aus der sechs Vertreter per Flugzeug angereist waren.

Nach Begrüßung der Gäste durch Wehrführer Silvio Müller blickte Norbert Stolte, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Wetter-Mitte, in seiner Ansprache zurück. Vor 14 Jahren sei im Vorstand der Wunsch entstanden, eine eigene Standarte anzuschaffen, aber wegen der zu hohen Kosten zurückgestellt worden. Während der Recherchen für die Chronik zur 125-Jahr-Feier 2008 fand man heraus, dass sich die Feuerwehr in den 1950er und 1960er Jahren bei Veranstaltungen mit der alten Fahne der Stadt Wetter präsentierte. Diese ist aufgrund ihres Alters und des historischen Wertes nun besser im Archiv der Stadt aufgehoben.

Anfang dieses Jahres trat Dr. Hans Gerhard Lenz als Vorstand der gleichnamigen Stiftung mit einem Spendenangebot an die Feuerwehr heran und bot so die Möglichkeit, den früheren Wunsch wieder aufzugreifen.

Die Arbeiten am Entwurf begannen, die neue Standarte sollte sich an der alten Fahne orientieren. Eine Seite zeigt das Stadtwappen, das Gründungsjahr der Feuerwehr 1883 und das Stiftungsjahr der neuen Fahne. Die andere Seite zeigt ein Symbol mit historischen Ausrüstungsgegenständen und den Leitspruch „Helfen in Not ist unser Gebot“.

Stolte erinnerte daran, dass die Treue zur Fahne in der deutschen Geschichte des Öfteren zu politischen Zwecken missbraucht wurde. Er unterstrich, dass die Fahnenweihe aber nichts mit ewiggestrigem Gedankengut zu tun habe, sondern dass Fahnen Symbole für Schutz und Sicherheit seien und ein Zusammengehörigkeitsgefühl bekunden. Die Fahnenweihe einer Freiwilligen Feuerwehr sei nichts anderes als das Bekenntnis ihrer Zusammengehörigkeit. Sie wolle damit deutlich machen, was Inhalt und Kraft ihrer Arbeit sei.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer pflichtete bei. Die Fahne stehe für Werte, die heute so wichtig seien wie nie zuvor. Die Bürger könnten sich gemeinsam mit der Feuerwehr dahinter versammeln. Norbert Stolte ergänzte, dass weitere Utensilien wie Repräsentationshelme, Fahnenträgerhandschuhe, Tragegurte, Trauerflor und Fahnenspitze von verschiedenen Seiten gespendet wurden. Der Fahnenschrank kam von der Bau- und Möbelschreinerei Ortmüller.

Pater Georg Assel vom Konvent des Deutschen Ordens in Wetter und Dr. Karl Ludwig Voss, Dekan im Ruhestand, sprachen Worte der Andacht und segneten die neue Fahne.

Dr. Lenz übergab diese danach den Fahnenträgern, die versprachen, dem Gebot zu „Helfen in der Not“ die Treue zu halten. Während die Stadtkapelle den Marsch der Stadt Wetter spielte, zogen alle Fahnenträger aus der Halle. Zuvor hatte der Männerchor Orpheus gesungen.

Obwohl das Wetter nicht das beste war, hatten am Nachmittag etwa 250 Besucher die verschiedenen Demonstrationen, wie die Absturzsicherung von der Drehleiter aus, verfolgt. Viele interessierten sich auch für die Technik der ausgestellten Fahrzeuge. Die jüngeren Besucher konnten bei der Jugendfeuerwehr unter anderem Basteln und Malen.

von Manfred Schubert

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