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Überraschungspoesie zum Mittagessen

Emmerichs Abschied Überraschungspoesie zum Mittagessen

Im Waldgasthaus Christenberg widmeten die Münchhäuser Senioren ihrem scheidenden Hauptamtsleiter und künftigen Rauschenberger Bürgermeister Michael Emmerich ein Gedicht und eine Liedstrophe.

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Die Münchhäuser Senioren sangen erstmals ihre noch druckfrische Hymne – inklusive Extra-Strophe für ihren scheidenden Hauptamtsleiter Michael Emmerich (am Tisch). Links im Bild: die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte Heidemarie Schneider.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. „Gemeinsames Essen macht mehr Spaß“, hieß es nun, nach der Premiere im Januar, zum zweiten Mal für die Senioren der Gemeinde Münchhausen. Die Idee war der ehrenamtlichen Seniorenbeauftragte Heidemarie Schneider und die für Seniorenangelegenheiten zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Bianca Spalek bei einem privaten Besuch im Waldgasthaus gekommen. Wirtin Ulrike Wenzel ließ sich sofort dafür begeistern, den Senioren einmal im Monat ein günstiges und gutes Überraschungsmenü, jeweils entweder mit Vor- oder Nachspeise, anzubieten.

Diesmal waren insgesamt 47 Gäste gekommen. Sie genossen eine Zucchinicremesuppe und als Hauptgang, Wildschwein aus dem Burgwald mit Nudeln und Rotkraut. Es stand aber noch mehr auf dem Programm. „Münchhausen ist zurzeit die einzige Gemeinde im Landkreis mit zwei Bürgermeistern“, erklärte Heidi Schneider. Mit am Tisch saßen Peter Funk und Hauptamtsleiter Michael Emmerich, der künftige Rauschenberger Bürgermeister.

Für ihn gab es zum Abschied neben dem Überraschungsmenü auch noch Überraschungspoesie. Schneider hatte den ehemaligen Wollmarer Ortsvorsteher Johannes Wagner um ein Lied für gemeinsame Ausfahrten der Senioren gebeten. Den Landwirt hatte, wie sie es meist tue, die Muse beim Melken geküsst und so waren vier Strophen über die Münchhäuser Senioren und deren vielfältige Aktivitäten entstanden.

Diese Strophen sangen nach dem Essen alle gemeinsam zur Melodie von „Hoch auf dem gelben Wagen“, getragen von einem kleinen Chor, der sich vorbereitet hatte. In einer Zusatzstrophe wünschten die Senioren Emmerich Glück im neuen Amte. Ein Gedicht hatte Erna Klös geschrieben, in dem sie Emmerich als „Mann für alle Fälle“, mit viel Erfahrung und großem Können beschrieb, den man nur mit Wehmut und ungern gehen lasse. Nur eines kritisierte sie: „Auch er konnte die Männer nicht motivieren, den Seniorentanz einmal auszuprobieren. Anstatt mit uns zu tanzen, kümmerte er sich lieber um die Gemeindefinanzen.“

Schneider hob hervor, dass Emmerich die Seniorenarbeit der Gemeinde mit aufgebaut habe. Als Bianca Spalek im Erziehungsurlaub war und anschließend Teilzeit arbeitete, habe er zwei Jahre lang die Seniorenarbeit unterstützt. Sie hoffe, dass er in Rauschenberg auch so nette Senioren wie in Münchhausen bekomme, sagte Schneider und lud Emmerich zur 40-Jahr-Feier des Seniorentreffpunkts im Frühjahr 2014 ein. „Ich sage heute schon zu“, erklärte Emmerich.

Als er 20 Jahre zuvor in die Gemeinde kam, habe er nicht einmal gewusst, wo Münchhausen liege. Die Arbeit habe ihm fast immer Spaß gemacht, „auf jeden Fall immer die Unterstützung von Heidi“, sagte Emmerich und lud die Senioren ein, ihn in Rauschenberg zu besuchen.

Das könnte schon im Sommer der Fall sein. „Wir werden noch viel gemeinsam machen, mit Rauschenberg zusammen“, ist sich Heidi Schneider sicher.

nInfo: Das nächste „Gemeinsame Essen“ servieren Ulrike Wenzel und ihr Team am Mittwoch, 24. April, um 12.30 Uhr im Waldgasthaus Christenberg. Anmeldungen bis zum 19. April bei der Gemeindeverwaltung Münchhausen, Bianca Spalek, Telefon 06457/912210 oder bei Heidemarie Schneider, Telefon 06457/425.

Außerdem sind noch wenige Plätze für die Studienfahrt der Gemeinde Münchhausen nach Straßburg und ins Elsass vom 8. bis 11. Juni 2013 frei geworden. Informationen und Anmeldungen gibt‘s unter obenstehenden Telefonnummern, das komplette Programm im Internet unter www.gemeinde-muenchhausen.de

von Manfred Schubert

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