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Über den Dächern von Wollmar

Energiegenossenschaft Über den Dächern von Wollmar

In Wollmar wird auf den Dächern des Bürgerhauses und des Feuerwehrgerätehauses Sonnenenergie "gezapft". Ein weiterer Baustein für eine erfolgreich arbeitende Energiegenossenschaft.

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Den Vertrag über die Nutzung von Gebäudeflächen zur Gewinnung von Solarenergie unterschrieben für die Gemeinde die Gemeindevorstandsmitglieder Gerhard Dennes (vorne von links) und ­Johannes Georg Schott, für den Vorstand der Energiegenossenschaft Bernd Strieder und Hermann Koch. Zeugen waren die Aufsichtsratsmitglieder Werner Semus, Dr. Harald Dörnbach, Bernd Fett, Bürgermeister Peter Funk (Vorsitzender), Bernd Zimmer, Hans-Martin Seipp (stellvertretender Vorsitzender) und Manuel Kahler.

Quelle: Götz Schaub

Münchhausen. 118 Einzelpersonen plus die politische Gemeinde Münchhausen bilden die im April 2013 gegründete Energiegenossenschaft Münchhausen.

Nach einer 28-prozentigen Beteiligung am großen Photovoltaik-Park der Firma Krug auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots bei Oberasphe gibt es nun ein zweites Projekt, das allerdings zu hundert Prozent von der Energiegenossenschaft umgesetzt wurde - die Ausstattung der Dächer des Feuerwehrgerätehauses und des Bürgerhauses in Wollmar mit Photovoltaikanlagen.

Bernd Strieder, Kassierer der Energiegenossenschaft, hat schon mal eine erste Berechnung vorgenommen, „sehr defensiv“, wie er sagt. Denn er legte nur 850 Sonnenstunden im Jahr zugrunde. „Dabei würden rund 3100 Euro herauskommen“, sagt er und wertet dieses Ergebnis als das Minimum. Erfahrungen mit privat betriebenen Anlagen zeigen auf, dass eigentlich mit deutlich mehr Sonnenstunden gerechnet werden darf.

Doch Strieder nennt es ein eisernes Prinzip, lieber den schlechtesten Fall anzunehmen als einfach mal in die Vollen zu gehen und dann deswegen bei jedem Nebel- und Regentag im Sommer schlechte Laune zu haben. Nein, er rechnet lieber seriös und lässt sich dann positiv überraschen. Dieses Vorgehen finden eigentlich alle Mitglieder des Genossenschaftsvorstandes gut.

So, für die, die sich auskennen, hier die wichtigen Zahlen: die Anlage auf dem Bürgerhausdach bringt 16,38 Kilowatt peak (kWp), die auf dem Feuerwehrgerätehaus 14,3 kWp.

Das macht dann zusammen 30,68 kWp elektrische Leistung. Der Bau der Anlagen hat 33000 Euro gekostet und wurde aus dem vorhandenen Geld gestemmt. „Der Ertrag kommt ab jetzt den Mitgliedern eins zu eins zugute“, betont Hermann Koch vom Vorstand.

Die Genossenschaftsmitglieder, die insgesamt 800600 Euro in den Photovoltaik-Park Oberasphe investiert haben, durften sich übrigens über eine erste Ausschüttung für die Jahre 2014 und 2015 freuen. Da kamen laut Bürgermeister Peter Funk, der aber in diesem Fall als Aufsichtsratsvorsitzender sprach, 27300 Euro zusammen.

von Götz Schaub

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