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Trommeln, Tanzen und Märchen erfinden

Wollenbergschule Trommeln, Tanzen und Märchen erfinden

Drei Tage lang haben die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen bei den diesjährigen Projekttagen „Kulturelle Praxis“ an der Wollenbergschule Kultur kennengelernt, die sonst nicht unbedingt zu ihrem Alltag gehört.

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Brasilianischer Tanz war eine der Aufführungen am Ende der kulturellen Projekttage.

Quelle: Heiko Krause

Wetter. Unter der Anleitung zahlreicher Künstler wurden zwölf Workshops angeboten, deren Ergebnisse anschließend im Forum präsentiert wurden. Seit einigen Jahren bietet der Verein für interkulturelle Bildung und Austausch Marburg das Projekt an. Organisiert wurde es wieder vom Vorsitzenden Salim Sahip.

Er freute sich, mit wie viel Eifer und Freude die Schüler bei der Sache waren. Eines der Angebote machte die Märchenerzählerin Karin Kirchhain. Bei ihr wurden Märchen erfunden, die dann vorgelesen wurden. Alle Künstler seien Profis, die oft ihr Wissen und Können weitergeben würden, berichtete sie. Den Kindern werde die Gelegenheit gegeben, an insgesamt drei Angeboten teilzunehmen. Und das Programm war ausgesprochen vielfältig.

Es reichte von musikalisch mit afghanischer oder südamerikanischer Flöte, afrikanischem oder orientalischem Trommeln, Beat-Boxen, dem kunstvollen Musikmachen mit Mund und Händen mit Weltmeister Robin Calderolla, und der „Reise in Musikwelten“, bei der Instrumente aus verschiedenen Ländern angefasst und ausprobiert wurden, über Theater, Bauchtanz und Tänzen aus Brasilien bis hin zu Jonglieren und der „Mädchenfeuerwehr“ mit Geschichten und Spielen, bei der die Jungs nicht mitmachen durften. Wie Kirchhain betonte, sei die Zusammenarbeit mit den Lehrern hervorragend gewesen. Besonders freue sie sich, dass auch die Förderschulkinder mitmachen würden, und diese seien genauso stolz auf die Präsentation im Forum, wie alle anderen, denn der Auftritt sei schließlich etwas besonderes für alle. Und es komme gar nicht darauf an, ob jemand nun etwas besonders gut könne, sondern dabei sein sei alles und der Spaß an der Sache stehe im Vordergrund.

Und wie viel Spaß es machte, brachte die elfjährige Greta auf den Punkt: „Es ist richtig cool“. Sie zeigte mit ihren Mitschülern, was sie bei Clayton Desouza in Sachen brasilianischen Tanzens gelernt hatte. Und es sei gar nicht so schwer gewesen. Das sah auch die zwölfjährige Vanessa so, sie habe so etwas schon einmal im Fernsehen gesehen und jetzt habe sie es auch ausprobieren können.

Eigentlich könne er gar nicht jonglieren, meinte der elfjährige Christian. Aber mit den selbstgebauten „Devilsticks“, ein Jongliergerät, das auch Teufelsstab genannt wird, habe es prima geklappt. Mit den Stöcken sei es doch einfacher als mit Bällen, befand er.

von Heiko Krause

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