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Totschlag in Wetter: Tochter gibt Tat zu

Totschlagprozess Totschlag in Wetter: Tochter gibt Tat zu

Vor dem Marburger Schwurgericht schilderte die 30-jährige Angeklagte gestern, wie es aus ihrer Sicht zum Streit mit ihrer Mutter kam, bei dem die 56-Jährige am 24. September vergangenen Jahres zu Tode gekommen war.

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Die Angeklagte, hier mit ihrem Verteidiger Ramazan Schmidt, verbarg ihr Gesicht vor dem Beginn des Prozesses.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Am ersten Verhandlungstag im Totschlagprozess, den zeitweise mehr als 50 Zuhörer verfolgten, gab die Angeklagte in einer sehr emotionalen Aussage die Tötung ihrer Mutter im Streit unumwunden zu. Sie widersprach jedoch dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft, sie habe, nachdem die Mutter durch mehrere Schläge mit einem 50 Zentimeter langen Schlagholz zu Boden gegangen war, diese erwürgt oder die hilflose Person unter Zuhilfenahme des Holzes erdrosselt. Die Mutter sei nach den Schlägen bereits tot gewesen.

 

Nach Angaben der Angeklagten habe die Mutter sie zuvor aufs Übelste beleidigt, beschimpft, provoziert und nach ihr geschlagen. Irgendwann habe sie zu dem zufällig daliegenden Werkzeug gegriffen und zugeschlagen, „damit sie endlich damit aufhört“. Zeugen für die Tat gibt es nicht. Die 20-jährige Schwester der Angeklagten, die als Nebenklägerin auftritt, zeichnete ein anderes Bild. Nach ihrer Wahrnehmung habe die Mutter schon länger Angst vor der im selben Haus wohnenden Tochter gehabt.

von Michael Agricola

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Totschlagsprozess
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Sie habe die Mutter nicht erwürgt, sagte die angeklagte Tochter beim Prozessauftakt am Montag. Das gerichtsmedizinische Gutachten kommt zu einem anderen Schluss.

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