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Tolle Vorführungen, tolles Essen, tolle Musik

800 Jahre Münchhausen Tolle Vorführungen, tolles Essen, tolle Musik

Voller hätte das Festzelt nicht sein können beim Abschluss-Sonntag der 800-Jahr-Feier in Münchhausen. Vom Mundartgottesdienst bis zum Festausklang am Abend war jeder Platz besetzt.

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Quelle: Martina Koeltschzky

Münchhausen. Rund 400 Besucher waren zum Mundartgottesdienst gekommen, den Pfarrer Friedhelm Wagner zusammen mit Hermann Smentek, Regina Briel, Rudolf Heck und Karin Kühnel vorbereitet hatte. Auch Vaterunser, Lieder und Liturgie waren auf Platt ausgeteilt worden, damit auch die „Zugereisten“ mitsingen konnten.

Anschließend warteten die Landfrauen mit freiem Mittagessen für alle auf, es gab Kartoffelsalat, Würstchen und Salat. Die Schlemmerei ging fast nahtlos ins Kaffeetrinken über, für das mehr als 50 Münchhäuserinnen Kuchen und Torten gebacken hatten.

Das Nachmittagsprogramm vor mehr als 500 Gästen wurde von allen Generationen gestaltet, angefangen vom Kindergarten mit dem Lied vom Ritter Kunibert, für das es als Dank ein selbstgebautes Schaukel- und ein Steckenpferd von Alfred Kufinke gab. Anekdoten aus dem Dorf auf Platt trugen Regina Briel und Doris Sohn vor, für Musik sorgte der Gesangverein Münchhausen. Die Seniorentanzgruppe der Gemeinde hatte für die Festgäste alte Volkstänze einstudiert, die zeigten, wie früher im Ort getanzt wurde.

Festwochenende in Münchhausen

Der Höhepunkt des Nachmittags war das Märchen vom König Grünewald, für das die gesamte Grundschule samt Kollegium und Hausmeister auf und um die Bühne aktiv war. Das vor 17 Jahren von Schulleiter Wolfgang Vajen geschriebene und aufgeführte Stück – ursprünglich eine Sage vom Christenberg aus dem Hessischen Sagenbuch für die Hauptschule vor 70 Jahren - war vom Lehrerkollegium für die heutige Zeit umgestaltet worden. Mit gregorianischer und mittelalterlicher Musik spielten die Kinder die Geschichte vom verschwenderischen König, der sein Volk hungern lässt und dafür schließlich von König Grünewald besiegt wird. Immer wieder gab es Szenenapplaus. Ortsvorsteher Bodo Molodych dankte allen Beteiligten am Ende für ein rundum gelungenes Fest.

Am Freitag Abend organisierte die Burschenschaft Münchhausen zunächst einen Discoabend im Festzelt am Sportplatz. Hunderte, meist Jugendliche, feierten zu aktuellen Chart- und Disco-Hits, die von Discjockey Maik Herrmann gekonnt auflegte. Am Samstagabend war dann bei Burschen- und Mädchenschaftstreffen das Publikum zunächst zweigeteilt: während einige Besucher - viele davon in Rot oder Schwarz-Gelb gekleidet - in der Burgwaldhalle das Champions-League-Finale verfolgten, ließen sich im Festzelt schon einige Hundert Besucher von der Band „SixFingerJack“ einheizen. Die Franken rockten mit eigenen Songs in ihrem „Party-Rock“ mit Heavy-Metal-Einflüssen ordentlich los. Aber erst nach dem Schlusspfiff im CL-Finale kam ordentlich Stimmung auf. Sowohl Bayern- als auch Dortmund-Fans feierten gemeinsam mit Hunderten Besuchern im Festzelt mit der Band „Crossfire“. Und die sechs Würzburger Musiker stellten einmal mehr unter Beweis, dass sie zu den besten Coverbands Deutschlands gehören. Als besonderen Pausengag mixten die „Motorradfreunde Münchhausen“ mit der Kraft ihrer Maschinen in einem Speisfass ganz besondere Cocktails.

von Martina Koelschtzy und Jürgen Jacob

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