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Tierisch was los bei den Senioren in Wetter

Haustiertag Tierisch was los bei den Senioren in Wetter

Einen Nachmittag mit großen und kleinen und auch etwas ungewöhnlichen Haustieren erlebten die Bewohner der Altenhilfe in Wetter.

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Eines der ungewöhnlichsten „Haustiere“ an diesem Tag war das Alpaka von Sylvia Schorn.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Bei der Altenhilfe in Wetter war am Samstag buchstäblich tierisch was los. Denn Gundula Ostermann, Leiterin des Bereichs Soziale Betreuung, die unter anderem regelmäßig Feste für die 81 Bewohner der Einrichtung organisiert, hatte die tierisch gute Idee, einen „Haustiertag“ zu veranstalten.

Die haupt- wie ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Angehörigen der betreuten Senioren mussten nicht lange überzeugt werden. Sie halfen nicht nur bei Vorbereitung und Durchführung, sondern viele brachten auch ihre Tiere mit, so dass der Park der Altenhilfe am Samstagnachmittag einem kleinen Zoo ähnelte.

Die Bewohner, deren Besucher und Betreuer saßen zu Beginn in einem großen Kreis um einen freien Platz in der Mitte, der zur Manege wurde. Gundula Ostermann mit ihrem Zwergpudel Toni und Lotte Breuer mit Labradorhündin Ginger eröffneten darin den Haustiertag mit einer kleinen Show, bei der beide Hunde einzeln sowie gemeinsam einige Kunststückchen vorführten. Toni beispielsweise lief geschickt nur auf den Hinterbeinen und bewältigte Hindernisse, beide Hunde sprangen durch einen Ring oder auch übereinander, und Alt und Jung hatten ihre Freude an der munteren Vorführung.

Danach wurden zunächst die größten anwesenden Tiere präsentiert. Angela Böhme, Pflegedienstleiterin der Diakonie, hatte zwei Norwegische Fjordpferde mitgebracht. Sie erzählte einiges über diese Rasse; und wer wollte, durfte auch aufsitzen. Es folgte ein beeindruckender Pyrenäenberghund, der die Größe eines kleinen Ponys erreichte, und Mitarbeiterin Sylvia Schorn führte eines der ungewöhnlichsten „Haustiere“ an diesem Tag in die Runde, ein südamerikanisches Alpaka. Einige der kleineren Vier-, Zwei und Ohnebeiner, wie Meerschweinchen, Griechische Landschildkröten und eine Königspythonschlange, wurden von ihren Besitzern ebenfalls kurz vorgeführt.

Näheren Kontakt aufnehmen, zum Teil auch streicheln oder auf den Arm nehmen konnten die Senioren und sonstigen Besucher die 30 Tiere anschließend an zehn im Park verteilten Stationen, wo die Besitzer nähere Informationen gaben und Fragen beantworteten. Katzen gab es ebenso wie Kaninchen und Hühner. Viele strahlende Gesichter, nicht nur, aber vor allem der Senioren belohnten die Tierbesitzer für die Mühen der Organisation und entschädigten für den etwaigen Stress, den das ungewohnte Umfeld vielleicht für einige der Tiere während der knapp zwei Stunden dauernden Aktion bedeutete.

„Der Kontakt zu den Tieren spricht die Ebene der Emotionen und der sinnlichen Wahrnehmung an. Er vermittelt nicht nur Wärme und Geborgenheit, sondern ermöglicht auch ein positives Erleben der eigenen Persönlichkeit“, erläuterte Gundula Ostermann den Zweck, der neben dem Bereiten eines besonderen, unvergesslichen Nachmittags für die Bewohner der Altenhilfe mit dem Haustiertag verbunden war.

von Manfred Schubert

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