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Tempo-30-Vorgabe wird oft ignoriert

Bürgerversammlung in Treisbach Tempo-30-Vorgabe wird oft ignoriert

Der schlechte Zustand einiger Straßen und die Geschwindigkeit, die auf diesen Straßen gefahren wird, beschäftigen die Treisbacher Bürger sehr.

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Der Brunnen an der Engelbacher Straße weist undichte Stellen auf und muss saniert werden.

Quelle: Sarah Stolle

Treisbach. Alle zwei Jahre finden Ortsbegehungen durch die Stadtteile Wetters statt. So war auch am Dienstag Treisbach an der Reihe. Bürgermeister, Ortsvorsteher, Stadtverordnete und interessierte Bürger nahmen aktuelle Themen „unter die Lupe“.

30 Personen waren es, die an der vorgeschalteten Ortsbegehung durch Treisbach teilnahmen, um sich ein Bild von der aktuellen Situation im Ort zu machen. Straßenschäden, bauliche Mängel oder die Nutzung von Räumlichkeiten waren Themen der Begehung. Zur anschließenden Versammlung mit Diskussion im Bürgerhaus kamen fünf weitere Interessierte hinzu.

Erster Haltepunkt der Begehung war der Bachlauf an der Bachstraße. Treisbachs Ortsvorsteher Wolfgang Achenbach klagte über ein Überlaufen des Grabens bei der Brücke im Winter. Hierdurch entstünden gefährliche Situationen bei Frost. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka sagte: „Eigentlich ist das keine Angelegenheit des Bauhofs, sondern Sache der Nutzer und Anwohner dieser Brücke. Unter der Woche können wir die Brücke im Winter gerne räumen. Am Wochenende müssen die Nutzer jedoch eine andere Lösung finden.“ Zudem wird die Straßenbeschaffenheit der Bachstraße immer schlechter, was Wetters Bürgermeister zur Kenntnis nahm.

Den nächsten Mangel wies die Warzenbacher Straße auf. Problem seien nicht zuletzt die derzeitigen Umleitungen rund um die Sackpfeife, weshalb es zu einer immer schlechteren Beschaffenheit der Straße käme. Spanka verwies auf den Landkreis, der in diesem Fall Baulastträger sei. „Um das Problem nicht zu verschärfen, wäre eine erste Idee, alle Umleitungen auch ordnungsgemäß auszuweisen“, so Achenbach. Zudem werde das kürzlich eingeführte Tempo 30 auf dieser Straße und in der Schmiedegasse von den meisten Verkehrsteilnehmern nicht eingehalten. Gerade in der Schmiedegasse sei dies aufgrund des teilweise nicht vorhandenen Bürgersteiges sehr gefährlich.

Die Sanierung der Landesstraße 3091 in Richtung Engelbach sei bereits beschlossen, berichtete Spanka. Voraussichtlich im Frühjahr 2016 werde man mit den Bauarbeiten beginnen. „Um das Ganze zu beschleunigen, haben wir uns darauf geeinigt, dass die Stadt die Bauherrschaft übernimmt und das Land die Kosten trägt“, so Wetters Bürgermeister. Eine entsprechende Infoveranstaltung für die Anlieger werde es voraussichtlich noch in diesem Herbst geben. Zum ehemaligen Raiffeisengebäude berichtete Ortsvorsteher Achenbach, dass die leerstehenden Räume im Rahmen der Dorferneuerung eingeplant seien und dort ein Multifunktionsraum unter anderem mit Tischtennisplatte entstehen soll. Die Stellplätze für Altkleider- und Flaschencontainer neben dem Gebäude würden demnächst öffentlich ausgeschrieben, berichtete Spanka. „Es kann nicht sein, dass die Institutionen den ursprünglichen Gedanken, der zum Beispiel hinter Altkleidercontainern steckt, nicht mehr verfolgen und nur noch auf Profit aus sind“, so der Bürgermeister.

Bei der anschließenden Diskussion im Bürgerhaus wurden die noch offenen Fragen und Beschwerden vorgetragen. So bemängelte ein Bürger beispielsweise die Internetnutzung via Glasfasernetz, welches durch die Telekom bereitgestellt wird. Auch weitere Versammlungsteilnehmer hatten bereits deutliche Unterschiede beim Datenvolumen festgestellt. Während bei den einen eine reibungslose Nutzung möglich ist, stehen den anderen nur geringe Geschwindigkeiten zur Verfügung.

Zu den Friedhofsgebühren sagte Spanka, dass man überlege, die Verwaltung in städtische Hand zu geben und so in allen Stadtteilen die gleichen Kosten einzufordern. Dies sei für alle die beste Lösung. Bisher konnte man sich jedoch auf keine Regelung einigen. Ein Votum des Kirchenvorstands werde bis Ende Oktober erwartet.

Jörg Bettelhäuser, der in Vertretung für den Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen gekommen war, bedankte sich für die rege Teilnahme.

von Sarah Stolle

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