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Studenten nehmen Stadt unter die Lupe

Wetter Studenten nehmen Stadt unter die Lupe

Nach der Gemeinde Weimar darf sich nun die Stadt Wetter auf eine besondere Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen bezüglich des demografischen Wandels freuen.

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Die Masterstudenten und die Verantwortlichen des Projektstudiums „Praktische Regional- und Umweltplanung“ mit Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (Fünfter von rechts) und Professor Siegfried Bauer(Zweiter von rechts).

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Seit mehr als 15 Jahren bietet die Professur für Projekt- und Regionalplanung am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ergänzend zur theoretisch-methodischen Grundlagenausbildung, ein praktisches Projektstudium an.

Am Beispiel konkreter Kommunen wird versucht, reale Probleme zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren, Konflikte zwischen Beteiligten und Betroffenen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu entwickeln. Aus Sicht der Studierenden bietet das Projektstudium „Praktische Regional- und Umweltplanung“ die Chance, reale Probleme und Planungsvorgänge unmittelbar vor Ort kennen zu lernen.

An der Auftaktveranstaltung im Bürgerhaus Niederwetter nahmen am Freitagnachmittag Professor Siegfried Bauer, eine Gruppe von rund 20 Masterstudenten, seine Mitarbeiter Daniel Mühlleitner und Janine Dunkel von der Universität Gießen, sowie Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka samt Mitarbeiter, Magistratsmitglieder, Ortsvorsteher und politische Vertreter der Stadt Wetter teil.

Innerhalb einer rund zweistündigen Power-Point-Präsentation stellten Bürgermeister Kai-Uwe Spanka und Hauptamtsleiter Michael Schwarz zunächst die Basisdaten der Stadt Wetter und ihrer Stadtteile vor.

Dabei kamen die sinkenden Einwohnerzahlen sowie die damit verbundenen und erfolgten „Gegenmaßnahmen“, sprich der Kampf um Einwohner durch ein attraktives Lebensumfeld zur Sprache. Dabei wurden Themen wie Kinderbetreuung, Jugendförderung, Seniorenarbeit, Infrastruktur und die wichtigsten Projekte der Regionalentwicklung, wie Tourismus, Klimaschutz, Nahwärme genannt.

Als nächstes wurden dann mögliche Themen für das Projektstudium erarbeitet. Trotz der sehr ausführlichen und umfassenden Informationen waren am Ende des Vortrages doch noch viele offene Fragen von Seiten der Masterstudenten übriggeblieben, die im Anschluss von den beiden Referenten beantwortet wurden.

Für die einzelnen Themen Energie/Einsparung, demografischer Wandel, Gebäudeleerstand, Situation in der Landwirtschaft, Bürgerschaftliches Engagement, Kinder-, Jugend-, Seniorenbetreuung, Freizeit, Tourismus und Vereinsleben wurden die Studenten in Zweier- oder Dreiergruppen aufgeteilt. Dafür werden sie in den nächsten Wochen Konzepte erarbeiten. Neben dem Zugang zu weiteren Informationen und Planungsunterlagen werden sie eigene Erhebungen und Befragungen in der Bevölkerung durchführen, um dann für ihre Themengebiete konkrete Lösungsvorschläge präsentieren zu können.

Die Stadt Wetter, die sich für das Projekt beworben hatte, erhält damit die Möglichkeit, sich von sehr kritisch eingestellten, angehenden Akademikern „durchchecken“ zu lassen. Manche Probleme werden dabei vielleicht erst richtig entdeckt oder aus einer neuen Perspektive betrachtet. Bürgermeister Spanka freut sich jedenfalls auf das Projekt und möglichst vielen Erkenntnisse.

von Elvira Rübeling

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