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Straßenschäden ärgern die Oberndorfer

Bürgerversammlung Straßenschäden ärgern die Oberndorfer

Um weitere Straßenschäden durch Schwerverkehr während des Baus der Bundesstraße 252 zu verhindern, soll eine „intelligente Verkehrsregelung“ angestrebt werden.

Oberndorf. Kleiner Ort, viele Themen: Knapp zwei Stunden dauerte die Ortsbegehung, die abschließende Gesprächsrunde der Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus eine halbe Stunde. 27 Teilnehmer waren gekommen.

Im Mittelpunkt standen die bekannten alten, aber auch in jüngerer Zeit hinzugekommenen Schäden an Straßen, Gehwegen und Bordsteinen, Beeinträchtigungen durch Schwerlastverkehr während des Baus der „kleinen Ortsumgehung“ um Wetter (K123). Die Oberndorfer befürchten, dass dazu weitere Schäden kommen, wenn die B252 neu gebaut wird. Auch die Forderung nach 30 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit für das ganze Dorf wurde erhoben.

So hatte die Umleitung der Fahrzeuge durch den Kalkwiesenweg, während die Ortsdurchfahrt in Amönau gesperrt war, zahlreiche Schäden an der Fahrbahn hinterlassen. Angesprochen wurde auch eine ungenutzte alte, stadteigene Betonmiste nahe der Abzweigung zur Grillhütte, die das Wenden größerer Fahrzeuge wie des Müllwagens behindert und die deshalb entfernt werden soll.

Die Oberndorfer appellierten an die Politik, sich dafür einzusetzen, dass beim Bau der B-252-Ortsumgehungen die schweren Laster nicht durch die Dörfer geführt werden. Die Kommunalpolitiker zeigten sich teils überrascht von dem geschilderten großen Aufkommen an Schwerverkehr. Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen (SPD) erklärte, Ortsbeiräte, Stadt und Parlament müssten sich gemeinsam um eine intelligente Verkehrsregelung für die Großbaustelle bemühen.

„Am Harzacker“ wurde die Funktion einer Rinne bemängelt, die nicht steil genug angelegt wurde, um sich selbst zu reinigen, sie sei wohl auch zu flach. So setzt sie sich schnell mit Schmutz voll, bei Regen, das belegten mitgebrachte Fotos, fließt das Wasser wie ein kleiner Strom auf der Straße ins Dorf.

Auf dem Friedhof ist der Weg nur ein Stück weit gepflastert und der Absatz zum anschließenden geschotterten Teil wird immer höher. Wenn die Stadt das Material stellt, würde das Pflaster in Eigenleistung verlegt.

Einen Punkt müssen die Oberndorfer unter sich klären. Derzeit wird das frühere Feuerwehrgerätehaus zur Trauerhalle umgebaut. Eine Zuhörerin plädierte dafür, den Raum im Keller des Dorfgemeinschaftshauses, der bisher als Ruheraum für die Toten genutzt wird und der kühlste in Oberndorf sei, beizubehalten. Ortsvorsteher Bernd Blase verwies darauf, als es in der Ortsbeiratssitzung um dieses Thema ging, seien von 17 Teilnehmern 14 für die Nutzung der früheren Feuerwehr als Trauerhalle gewesen.

Unten im DGH soll ein Dorfmuseum entstehen und es sollen Stühle dort gelagert werden. Stadtrat Peter Naumann und Nils Jansen erklärten, das sei ein internes Problem, darüber müssten sich die Oberndorfer dann schon selbst einig werden.

von Manfred Schubert

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