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Stolz auf das Erreichte, mutig in die Zukunft

Evangelische Gemeinde Wetter Stolz auf das Erreichte, mutig in die Zukunft

Mit einem Gemeindefest feierte der Förderkreis der evangelischen Kirchengemeinde Wetter sein 30-jähriges Bestehen. 250000 Euro brachte er in dieser Zeit für den Bau des Gemeindezentrums und das Leben in der Gemeinde auf.

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Oben: Aktuelle und bisherige Vorstandsmitglieder des Förderkreises. Unten: Die Kantorei mit ihrem neuen Leiter Wolfgang Krumm lud die Besucher zum offenen Singen ein.Fotos: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Beim Sektempfang, der nach dem Gottesdienst in der Stiftskirche im Innenhof des Gemeindezentrums stattfand, blickte Karl-Werner Schneider unter dem Titel „Bausteine für unser Gemeindeleben“ auf die Geschichte des Förderkreises zurück. Zu Beginn der 1980er Jahre habe eine Vielzahl an Gruppen, von den Konfirmanden über den Bibelkreis bis zu Posaunenchor und CVJM, nach Räumlichkeiten gesucht. Beim Landeskirchenamt in Kassel erfuhr man, dass diese am besten über einen engagierten Förderkreis zu schaffen seien.

Als durchsickerte, dass eine Sanierung der Stiftskirche geplant sei, war Eile geboten, weil Zusagen für ein Jugend- und Gemeindezentrum dann in weite Ferne gerückt wären. Am 15. April 1982 gründeten 18 Gemeindemitglieder den Förderkreis für den Bau und die Unterhaltung eines neuen Gemeinde- und Jugendzentrums. Es folgten viele Aktionen und Projekte, bis man im August 1983 den Grundstein legen konnte.

Die Handwerker sowie eine ganze Schar von Mitarbeitern packten an, bis im August 1985 Einweihung gefeiert wurde.

Feste, Basare, Konzerte, Workshops unter Federführung des Förderkreises bereicherten das Gemeindeleben und die finanzielle Ausstattung in den folgenden Jahren. 250000 Euro sind laut Schneider so zusammengekommen.

Die damalige Zielsetzung des Förderkreises sei erreicht. Von der nächsten Generation müsse er nun mit neuen Zielen, neuem Leben und neuen Akzenten ausgestattet werden. Dabei erwähnte Schneider auf die Ausgabenkürzungen seitens der Landeskirche für die Gemeinden. „Wir wollen die Erfolgsgeschichte unserer Gemeinde weiterschreiben und mit neuem Lebensmut in die Zukunft gehen“, sagte er und wies auf die Möglichkeit kleiner, mit Süßigkeiten gefüllter „Bausteine“ hin, um damit zur Verwirklichung künftiger Aktionen und Ideen beizutragen.

Danach überreichte er mehreren verdienten langjährigen, teils ehemaligen, Förderkreismitgliedern Geschenke. Dabei handelte es sich um die Ehepaare Göbeler und Hempel, um Horst Niemeyer, der 25 Jahre lang Rechnungsführer war und sich handwerklich am Ausbau des Obergeschosses beteiligte, und um Dr. Hans Bernd Kuhnhen. Dieser, genannt „Paule“, war von Anfang an Vorsitzender des Förderkreises und sei Vordenker, Impulsgeber, vorbildlicher Chef und Sprecher des Vereins gewesen, „der beste gute Geist, den wir uns für die vergangenen 30 Jahre wünschen konnten“. Er darf demnächst eine „Kreuzfahrt“ auf der Lahn mit der Elisabeth II antreten.

Anschließend wurde eine Bildergalerie und der Pflanzenmarkt eröffnet, den Dorothee Schneider zugunsten des Förderkreises organisiert hatte. Nach dem Mittagessen gab es Spiele für die Kinder. Bei einem Bilderquiz musste man zur Beantwortung der Fragen das Gemeindezentrum bis in den letzten Winkel erkunden, als Gewinne winkten Eisgutscheine.

Im Musikprogramm kam der Kinderchor zur Geltung, der unter anderem ein Lied über die Bremer Stadtmusikanten vortrug, außerdem gab es ein offenes Singen mit der Kantorei unter ihrem neuen Leiter Wolfgang Krumm, der die Gäste zum Mitmachen einlud. Dazwischen spielte die Gruppe Blasnost beschwingte Bläserstücke.

Den Gottesdienst am Morgen hatte der Posaunenchor Wetter-Todenhausen mitgestaltet. Pfarrerin Svenja Neumann hatte in ihrer Predigt gefragt, wie es in Wetter und überhaupt für Christen in diesem Land weitergehen könne, da ihrer immer weniger werden, viele den Glauben nicht mehr wichtig fänden oder ihn nicht mehr kennen würden. Bei vielen spüre man Resignation; sie stimme aber nicht in das Klagelied ein. „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“, zitierte sie aus Apostel Paulus‘ Römerbrief. Es sei wichtig, fröhlich und voller Zuversicht in die Zukunft zu gehen und anderen Mut zu machen.

von Manfred Schubert

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