Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Stimmung auch mit wenigen Gästen

Musikfestival in Caldern Stimmung auch mit wenigen Gästen

Diverse Probleme im Vorfeld - von der Suche nach einem neuen Spielort bis zu kurzfristigen Absagen von Bands - machten den Organisatoren zu schaffen. Am Ende aber ging das Musik-Festival in Caldern gut über die Bühne.

Voriger Artikel
CDU-Bedenken machen Grüne sprachlos
Nächster Artikel
Über den Baumwipfeln schaltet das Radar ab

„Herr Jost“ aus Goßfelden spielte Folk, Blues und Countrymusic, eigene Songs sowie Stücke von Tom Waits oder Johnny Cash.

Quelle: Manfred Schubert

Caldern. Insbesondere am Samstagabend herrschte beste Stimmung bei „Spaß im Gras“. Erst verhinderte ein Krankheitsfall, dass das Musik-Festival „Spaß im Gras“ wie geplant auf dem Campingplatz in Kernbach stattfinden konnte. Auch die Pforten des „Café Nimbin“, dessen Eröffnung dort mit dem Festival gefeiert werden sollte (die OP berichtete), sind deswegen noch geschlossen.

Aber da die Planungen schon weit vorangeschritten und diverse Dinge bestellt worden waren, hätte man entweder das Ganze abblasen und die Kosten abschreiben können oder man musste nach einer Alternative suchen. Letztlich rettete Waltraud Kuhli das Ereignis, indem sie eine Wiese hinter ihrer Lahntal-Baumschule in Caldern zur Verfügung stellte.

Und dann wurde es auch durchgezogen, obwohl noch eine der Hauptgruppen, die Nightwish-Coverband „Sleeping sun“, kurzfristig absagte. Fast schon logisch, dass der Aufbau im strömenden Regen zu bewerkstelligen war.

Und als ob das noch nicht genug war, „kippten“ sogar noch 30 Kilogramm Chili con Carne, obwohl im Kühlschrank gelagert, „um“, wie Mitveranstalterin Sandra Eckel berichtete. Zum Glück gab es aber noch genügend andere Verpflegung für die Gäste.

Kurzfristig noch neue Plakate zu drucken und zu verteilen, klappte nicht mehr, so dass mit etwa 220 Gästen über die drei Festival-Tage der Besuch weit hinter den Erwartungen zurückblieb.

Dennoch zogen Mario Eckhard und die weiteren Veranstalter sowie die Bands vom Samstag ein positives Fazit: „Der Verlust hält sich in Grenzen und die Stimmung am Samstagabend war toll. Die etwa 140 Zuhörer versammelten sich alle vor der Bühne und gingen so richtig mit. Das vermittelte den Musikern ein besseres Gefühl, als wenn man vor 2000 Leuten spielt, aber nur als Hintergrundbeschallung wahrgenommen wird.“

Die Marburger Rockband Bastardo und die Reggaemusiker von Takwe Misozi aus Cölbe sowie eine tolle Feuershow von „Sodi und Isi“ sorgten für einen so gelungenen Abschluss am Samstagabend, dass am nächsten Tag bei der Nachbesprechung darüber geredet wurde, im kommenden Jahr eine Neuauflage des Festivals in Angriff zu nehmen.

Ob am gleichen Ort, steht noch nicht fest. Die Wiese hinter der Baumschule gab kein schlechtes Festivalgelände ab, trotz der vorangegangenen Regentage war sie schnell wieder relativ trocken geworden. Weiter traten bei „Spaß im Gras“ „Herr Jost“ aus Goßfelden mit Folk, Blues und Countrymusic auf.

Giness der Barde aus Marburg schlug seine Harfe am Lagerfeuer, aus dem Frankfurter Raum spielten Tuxedo Paintsystem Punkrock und Makia Reggae. Ecky und Lilu aus Kernbach spielten Countrysongs, Andreas Gartner aus Marburg coverte beispielsweise Billy Idol.

Die Blues Bären aus dem Taunus waren dabei, Bluesrock beziehungsweise Punk spielten Downhill und Ungeduscht aus dem Hinterland und auch die kürzlich gegründete Lahntaler Rory Gallagher-Cover Band Bad Penny stieg auf die Bühne.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr