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Stefan Ronzheimer ist jetzt „01“

Wetteraner Feuerwehren tagten Stefan Ronzheimer ist jetzt „01“

Aus Altersgründen stand Klaus Prinz nicht mehr zur Wahl als Stadtbrandinspektor. Er ließ beruhigt von seinem Amt los, weiß er es doch bei seinem Nachfolger in guten Händen.

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Nach den Wahlen: Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (von links), der stellvertretende SBI Carsten Immel, Kreisbrandmeister Tilo Funk, SBI Stefan Ronzheimer, Stadtjugendfeuerwehrwart Karsten Schneider, der bisherige SBI Klaus Prinz, der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Dennis Tausch und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Quelle: Manfred Schubert

Oberrosphe. Ganz sicher war sich Bürgermeister Kai-Uwe Spanka wohl nicht gewesen, dass die Wahlen diesmal reibungslos verlaufen würden. Er atmete als Wahlleiter sichtlich erleichtert auf, als weder für die Wahl des Stadtbrandinspektors noch dessen Stellvertreters aus den Reihen der 90 Feuerwehrleute, die an der gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus teilnahmen, geheime Abstimmungen beantragt wurden.

Auch Stefan Ronzheimer wirkte etwas überrascht, als er sich für die einstimmige Wahl zum neuen Stadtbrandinspektor (SBI) bedankte. ER ist nun der Mann mit der Nummer „01“. Vor vier Jahren, bei der etwas turbulenten Versammlung in Amönau, hatten noch 47 von 130 Stimmberechtigten gegen ihn als stellvertretenden SBI votiert, Klaus Prinz war sogar mit 54 Nein-Stimmen zum SBI gewählt worden. Unter anderem waren Bedenken geäußert worden, die Außenstadtteile könnten von ihm benachteiligt werden.

Die Kritik ist verstummt, Prinz wäre wohl wiedergewählt worden, wenn er nochmals hätte kandidieren dürfen. Das gestattet die Satzung jedoch nicht, da Prinz 55 Jahre alt ist. Ebenfalls einstimmig wurde Carsten Immel neuer stellvertretender SBI, der Stadtjugendfeuerwehrwart und dessen Stellvertreter wurden wiedergewählt.

Klaus Prinz dankte zu Beginn seines letzten Jahresberichts allen für die sehr gute Zusammenarbeit, insbesondere Stefan Ronzheimer, der ein sehr guter Stellvertreter gewesen sei. 2013 sei mit 75 Einsätzen und ohne Hochwasser im Januar recht ruhig gewesen, darunter 22 Brände, 47 Hilfeleistungen, drei Fehlalarme und fünf Brandschutzdienste. 1019 Stunden leisteten die 194 Aktiven unter anderem bei Einsätzen, 4308 bei Übungen, 4437 bei Jugendarbeit und 1704 bei Lehrgängen, zusammen insgesamt 11591 Stunden, ohne Fahrzeug- und Gerätewartung sowie ungeplante Übungen mitzuzählen. Stadtjugendfeuerwehrwart Karsten Schneider ergänzte, dass den 57 Jungen und sechs Mädchen in den fünf Jugendfeuerwehren mehr als 1000 Stunden feuerwehrtechnische und allgemeine Jugendarbeit geboten wurden. Auch elf Tage Zeltlager gehörten dazu.

Weitere Berichte lieferten die Fachdienstleiter. Fabian Blumberg konnte eine stolze Zahl nennen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der tauglichen Atemschutzgeräteträger um mehr als 100 Prozent, von 21 auf 43.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer lobte die Feuerwehren aus Wetter, die mit gut ausgebildetem und hoch engagiertem Personal verlässliche Partner des Landkreises seien. Ein „Pfund“ sei die Jugendarbeit, ihm falle keine Kommune ein, die da mithalten könne. Anfangs seien „zwei Dickschädel“ aufeinander geprallt, blickte Schäfer zurück, aber als Klaus Prinz SBI wurde, habe sich eine über das übliche Maß hinausgehende Zusammenarbeit ergeben. Prinz habe quergedacht und die Entwicklung der Feuerwehren vorangetrieben. „Ich lege viel Wert drauf, in Kontakt zu bleiben, Wetter ist gut beraten, weiter seinen Rat zu suchen“, schloss er.

Kreisbrandmeister Tilo Funk stimmte zu: „Klaus hat gehalten, was er bei seiner Wahl sagte, dass er ein SBI für ganz Wetter sei. Die Feuerwehren haben sich gut entwickelt.“

Bürgermeister Spanka erinnerte an die kritischen Stimmen bei der Wahl, aber Prinz habe sehr gute, völlig neutrale Arbeit geleistet. Niemals habe es zwischen ihnen Auseinandersetzungen über die Feuerwehren gegeben.

Stadtverordnetenvorsteher Nil Jansen dankte ebenfalls allen Aktiven und Prinz für die geleistete Arbeit und sicherte die weitere Unterstützung des Parlaments zu.

Stefan Ronzheimer sprach von einer sehr tollen Zusammenarbeit und schenkte seinem Vorgänger ein Foto zum Abschied, auf dem sie beide als Einsatzleiter zu sehen sind.

von Manfred Schubert

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