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Stefan Heck: „Sollten die Burka im öffentlichen Raum verbieten“

Heimische CDU stellt Kandidaten Stefan Heck: „Sollten die Burka im öffentlichen Raum verbieten“

Seit drei Jahren sitzt Dr. Stefan Heck aus Amöneburg für die CDU im Bundestag in Berlin. Er will weitermachen. Beim Kreisparteitag am Freitag wird er voraussichtlich für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt.

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Der Jurist Dr. Stefan Heck aus Amöneburg sitzt seit drei Jahren als CDU-Abgeordneter im Bundestag.

Quelle: Archivfoto

Schönstadt. Rund 150 Delegierte aus den CDU-Ortsverbänden im Landkreis kommen im Bürgerhaus Schönstadt zusammen, um ihren Kandidaten für die Wahl im kommenden Jahr aufzustellen. Vom CDU-Kreisvorstand wurde Heck bereits nominiert – und es sieht bislang nicht danach aus, als würde es noch einen weiteren Bewerber geben. Heck wird vor den Delegierten am Freitagabend einen Rechenschaftsbericht seiner bisherigen Arbeit in Berlin vorlegen. Auf drei Jahre im Bundestags blickt er aktuell zurück.

Die entscheidenden Themen in seinem Wahlkreis Marburg-Biedenkopf, für die er sich in der Bundeshauptstadt stark gemacht habe, waren die Finanzierung der A 49 und die Einführung von IC-Halten in Stadtallendorf. „Und dann ist es natürlich wichtig, dass nun der zweite Bauabschnitt für die Ortsumgehungen der B 252 erfolgt ist“, sagt Heck und betont, dass er besonders stolz darauf sei, dass die Finanzierung für die A 49 nun sichergestellt sei, „auch gegen Widerstand aus der heimischen SPD“, merkt er an.

Seine Themen: Flüchtlingspolitik und Integration

Während des Kreisparteitags am Freitag will Heck auch über Flüchtlingspolitik sprechen und über seine Einschätzungen und Ziele für Integration in Deutschland. „Es ist wichtig, dass wir helfen – und dass wir auch großzügig helfen, weil wir die Möglichkeiten und die Verantwortung haben“, sagt er zur Aufnahme von Flüchtlingen. Jedoch müsse die Bundesrepublik stärker kontrollieren, „wer zu uns kommt, so sollten wir Wirtschaftsflüchtlinge auch zügig wieder abschieben“, verdeutlicht er seine Einstellung.

Jenen, die Bleiberecht haben, müsse der Staat „Angebote zur Integration machen, vor allem für sprachliche Bildung sorgen, aber auch seine Erwartungen verdeutlichen“. So müsse Zuwanderern klar sein, dass Männer und Frauen gleichberechtigt seien, und dass Diskriminierung aufgrund von Religionszugehörigkeit in Deutschland keinen Platz habe. „Das vieldiskutierte Burka-Verbot ist dabei wohl vor allem ein symbolisches Thema“, lenkt Heck ein, hebt aber zugleich hervor, dass er für ein Burka-Verbot im öffentlichen Raum sei. „Verfassungsrechtlich gesehen ist das nicht so ganz einfach“, sagt der Jurist, „aber es gibt doch einige Möglichkeiten, ein Verbot durchzusetzen, beispielsweise in Ämtern, vor Gericht oder im Straßenverkehr – ein Argument ist dabei, dass die Sicherheit aufgrund von einer Verschleierung nicht mehr gewährleistet ist“, meint Heck.

Einen Integrationsschwerpunkt sieht er auch in der Wohnungsmarktpolitik. „Wir müssen verhindern, dass Quartiere entstehen, wo nur Zugewanderte leben“, sagt Heck und schlägt vor, die Auszahlung von staatlichen Finanzleistungen auch davon abhängig zu machen, wo Migranten sich niederlassen – im Sinne einer guten Durchmischung und besseren Eingliederung in den Wohnbezirken.

von Carina Becker-Werner

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