Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Starthilfe für die Generation „50plus“

Goßfelden Starthilfe für die Generation „50plus“

Mit „Starthelfern“ für Bewegung wollen Landessportbund und Kreis neuen Schwung in die „Generation 50plus“ bringen. Ex-Olympiasiegerin Cornelia Hanisch warb als Schirmherrin in Goßfelden für das Projekt.

Voriger Artikel
Sparkurs reduziert Last um 590.000 Euro
Nächster Artikel
In Wetter ist nachts der Bär los

Mit vollem Eifer bei der Sache: Bürgermeister Manfred Apell (vorne von rechts), Landrat Robert Fischbach und Sportkreisvorsitzender Dr. Franz Nitsch bewegten sich unter Anleitung von Dagmar Wagner (ganz links).

Quelle: Michael Agricola

Goßfelden. Nach dem Landkreis Offenbach ist Marburg-Biedenkopf der zweite Landkreis in Hessen, der die ehrenamtlichen „Bewegungs-Starthelfer“ erproben will. Ziel sind Menschen über 50, die bisher nichts mit Sport „am Hut hatten“ oder lange nicht mehr aktiv waren, zum Beispiel bedingt durch die Berufstätigkeit.

„Wir suchen Helfer und Akteure“, sagte Gundi Friedrich vom Landessportbund Hessen (lsbh) bei der Vorstellung des Modellprojekts am Montag in Goßfelden. Gesucht werden etwa 15 ehrenamtliche „Bewegungs-Starthelfer“, die Spaß daran haben, anderen Menschen zu mehr Bewegung zu verhelfen, die aufgeschlossen sind und gern mit Menschen umgehen. Sie müssen nicht aus Sportvereinen kommen und werden mit einem Tagesseminar speziell auf diese Aufgabe vorbereitet.

Gesucht werden aber in großer Zahl auch die, die sich bewegen lassen wollen, aber nicht so richtig wissen, wie oder mit wem – oder die, die einfach noch einen Anstoß brauchen, den inneren Schweinehund zu bekämpfen.
Der Weg ist einfach: Mit einem Anruf beim Sportkreis kommt man in Kontakt mit einem „Bewegungs-Starthelfer“, der individuell berät und mit dem Interessenten testet, welcher Sport oder welche Bewegung für ihn gut wäre und ihm auch Spaß machen könnte.

Ein bis drei Treffen sollen das Interesse wecken und den Weg zeigen, zum Beispiel zu einem Kursangebot in einem Verein. Dann sollte der begonnene Weg ohne den Helfer weitergeführt werden können, so die Einschätzung der Initiatoren. Denn: „Der Bewegungs-Starthelfer ist kein Personal-Trainer“, der den Auftrag hat, jemanden über längere Zeit fit zu machen, stellte Gundi Friedrich vom lsbh klar. Er gebe nur den Anstoß.

Für den Kreis ist das Programm ein weiterer Baustein im Konzept der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf, für die die Prävention durch Bewegungsangebote eine besondere Rolle spielt. Für den Sportkreis als Partner vor Ort ist es eine Herausforderung, von der viele profitieren können. Neben den auf diese Weise „aktivierten“ Menschen natürlich auch die Sportvereine im Kreis, die schon jetzt viele Angebote gerade für ältere Menschen machen, aber bisweilen darunter leiden, dass dies nicht überall bekannt ist.

von Michael Agricola

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP und bereits am Dienstagabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr