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Starkes Gewerbe, gestärkte Dörfer

Bürgermeisterwahl in Münchhausen Starkes Gewerbe, gestärkte Dörfer

Beim OP-Wahltalk mit dem Münchhäuser Bürgermeister Peter Funk und seinem Herausforderer Ulrich Mengel wurde deutlich: Beide haben ähnliche Ziele, aber unterschiedliche Herangehensweisen.

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Sprachen beim OP-Wahltalk in Niederasphe am Donnerstagabend über die Zukunft der Gemeinde Münchhausen: Bürgermeister Peter Funk (von links), OP-Redakteur Götz Schaub und Herausforderer Ulrich Mengel.

Quelle: Nadine Weigel

Niederasphe. Es kann wohl kaum ein ergiebigeres Thema für einen Wahlkampf und für Diskussionen zwischen Bewerbern geben als den bevorstehenden Bau der Ortsumgehung für die B42, durch den für Münchhausen und Simtshausen schon in wenigen Jahren völlig neue Zeiten anbrechen werden. Die Uhr tickt schon jetzt: denn die Frage ist, wie sich die Dörfer auf­stellen wollen, wenn der Schwerverkehr und der Strom von Autos aus ihren Ortskernen verschwunden sind.

Direkt nach dem Auftakt des OP-Wahltalks am Donnerstagabend im Bürgerhaus von Niederasphe befragte OP-Redakteur Götz Schaub die beiden Kandidaten zu ihrer Vorstellung von Münchhausen ab dem Jahr 2022.

Der 55 Jahre alte Diplom-Kaufmann Ulrich Mengel aus Münchhausen, der im Wahlkampf von der SPD unterstützt wird, betritt erstmals die politische Bühne - und hat vom Münchhausen der Zukunft schon eine ungefähre Vorstellung, wie er deutlich machte. „Es kommt auf eine starkes Gewerbe an“, sagte Mengel und versprach, dass er, sollte er Bürgermeister werden, die Gründung eines Gewerberings initiieren werde - um Münchhausen als Standort zu stärken, auch gegenüber den größeren Städten in der Nachbarschaft, die durch die neue Straße näher rücken würden. „Ich habe im Wahlkampf viele kleinere Unternehmen kennengelernt, ich möchte sie unbedingt stärken, denn darin liegt viel Potenzial für unsere Gemeinde.“ Nach Gesprächen mit einem möglichen Investor hofft Mengel auf den Bau eines Lebensmittelmarkts zwischen zwei Ortsteilen an der Straße gelegen, so dass neben den Münchhäusern und Menschen aus der Umgebung auch Durchreisende zu Kunden des Marktes werden könnten.

Peter Funk, ebenfalls 55 Jahre alt, seit 17 Jahren Bürgermeister von Münchhausen, davor Bauamtsleiter der Gemeinde, hat die Hoffnung, dass sich ein größerer Lebensmittelmarkt in Münchhausen ansiedelt, noch nicht aufgegeben, „doch sind in der Vergangenheit all unsere Bemühungen gescheitert“, blickte er auf die Investorensuche zurück. Deshalb habe man einen Schwerpunkt auf die Innenentwicklung Münchhausens gelegt; „uns war am wichtigsten, dass wir weiterhin ein Lebensmittelgeschäft im Ort haben“, sagte er und betonte, dass die Bemühungen auch in der Zukunft dahin gehen sollten. Zumal mit dem Bau der Ortsumgehung wieder Leben in die Dörfer kommen werde, wie einst, als der Verkehr aufgrund einer Baustelle nicht durch Münchhausen hindurchrollte „und die Menschen sich wieder von Haus zu Haus unterhalten haben“. Belebte Ortskerne - so stellt Funk sich auch die Zukunft ab 2022 vor, wenn die neue Straße gebaut ist. „Aber man darf auch nicht vergessen, dass der Rückbau der Straße Geld kosten wird, auch die Gemeinde und die Bürger durch Straßenbeiträge.“

Weitere Themen des Abends waren die Baugebiete in der Gemeinde und die örtliche Jugendarbeit - Der Bericht dazu folgt.

von Carina Becker

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