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Starke Jugendabteilung macht Mut

Feuerwehr Lahntal Starke Jugendabteilung macht Mut

Die Lahntaler Feuerwehren haben einen neuen Gemeindejugendwart. Thorsten Becker aus Caldern folgt nach einstimmiger Wahl auf Tim Völker, der das Amt aus beruflichen Gründen abgab.

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Ehrung und Beförderungen: Die Erste Beigeordnete Claudia Meyer-Bairam (von links), Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer, Noah Kieckhöfer, Gemeindejugendwart Thorsten Becker, Matthias Felgenhauer, Johannes Müller, Carolin Brössel, Timo Felgenhauer, der stel

Quelle: Manfred Schubert

Sterzhausen. Die Wahl eines neuen Gemeindejugendwarts, Beförderungen und eine Ehrung standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Lahntal, zu der am Freitag 54 Teilnehmer ins Haus am Wollenberg kamen.Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer berichtete, dass die Zahl der Einsatzkräfte in den Wehren um eins auf 125 abnahm, wovon sieben weiblich sind. 26 Mitglieder gehören den Alters- und Ehrenabteilungen und 47 den Jugendabteilungen an, das ist ein Minus von fünf.

2012 gab es 17 Brandeinsätze, acht weniger als im Vorjahr, 31 Technische Hilfeleistungen mit der Rettung von zwei Menschen bei Unfällen und der Bergung eines Toten, Unwetter, Hochwasser, Tragehilfen und Tierrettungen sowie drei Fehlalarme.

Die Feuerwehrleute leisteten bei 51 Einsätzen, die 99 Stunden dauerten, insgesamt 1069 Personalstunden. 2013 waren fünf Einsätze zu verzeichnen.

Dazu kamen 3113 Stunden theoretische und praktische Ausbildung und 1155 Stunden Lehrgänge. 5337 Stunden oder 222 ganze Tage ihrer Freizeit stellten die Aktiven so in den Dienst der Allgemeinheit, außerdem unzählige Stunden für Reparaturen und Wartungen von Fahrzeugen und Geräten sowie die Jugendarbeit, betonte Rößer.

Sein Stellvertreter Bernd Felgenhauer verlas den Bericht zur Nachwuchsarbeit. Zwei Jugendliche wurden 2012 in die Einsatzabteilungen übernommen, am Jahresende gehörten 38 Jungen und neun Mädchen den Jugendfeuerwehren an, je neun in Caldern und Sterzhausen, 16 in Goßfelden und 13 in Sarnau. 270 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 90 Stunden allgemeine Jugendarbeit wurden geleistet. Die geplante zweiwöchige Freizeitfahrt in die polnische Partnergemeinde Stara Kiszewa fiel mangels Teilnehmern aus.

Die Ende 2011 gegründete Bambini-Feuerwehr „Heiße Minis Lahntal“ trifft sich jeweils am dritten Samstag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr im Feuerwehrhaus in Goßfelden, das nächste Mal am 16. März. Sie sucht weitere Mitglieder von sechs bis zehn Jahren. Zurzeit sind sieben Mädchen und Jungen dabei.

Funk: „Neue Wege gehen“

Die Erste Beigeordnete Lahntals, Claudia Meyer-Bairam, und Kreisbrandmeister Tilo Funk dankten für die große Einsatzbereitschaft. Funk wies darauf hin, dass keineswegs in allen Ländern Europas flächendeckenden Brandschutz wie bei uns gebe und die Gemeinschaft sich nicht darauf verlassen könne, dass einem nach zehn Minuten geholfen werde. Wenn man die Feuerwehrarbeit hauptberuflich organisieren würde, wären die Haushalte der Kommunen noch viel defizitärer, als sie es heute oft schon seien. Endlose Vorschriften und lange Ausbildung würden den Feuerwehren heute die Arbeit und das Finden neuer Mitglieder erschweren.

Funk ermunterte die Wehren, eingefahrene Schienen zu verlassen, neue Wege zu gehen und die Vorschriften zwar einzuhalten, aber zu ihren Gunsten auszulegen, um zu Erleichterungen und eventuell mehr Personal zu kommen. Gut sei, dass es in Lahntal eine relativ starke Jugendfeuerwehr und sogar eine Bambini-Feuerwehr gebe.

Das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande des Landes Hessen für 25 Jahre pflichttreue Dienstzeit überreichten Kreisbrandmeister Tilo Funk und die Erste Beigeordnete Lahntals, Claudia Meyer-Bairam, an Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer.

nTermine: 16. März Gemeinsame Frühjahrsübung; 18. Mai: 80 Jahre Feuerwehr Caldern; 6./7. Juli: 85 Jahre Feuerwehr Göttingen

von Manfred Schubert

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