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Stadthalle: Sanierung oder Neubau?

Wetter Stadthalle: Sanierung oder Neubau?

Jetzt liegen Zahlen für die Stadthalle Wetter vor. Eine reine Betonsanierung mit Wärmedämmung kostet um die 380.000 Euro, eine reine energetische Sanierung um die 1,8 Millionen Euro und eine grundhafte Sanierung um die 3,5 Millionen Euro.

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Der Parkettboden im großen Saal der Stadthalle Wetter ist in die Jahre gekommen und kann laut Expertenmeinung nur noch einmal abgeschliffen werden.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. Am Dienstag, 18. Januar, findet in der Stadthalle eine besondere Bürgerversammlung statt. Denn es geht in der Stadthalle um dieselbige. Somit kann ein jeder sich direkt vor Ort ein Bild vom Zustand der Halle machen und sich über die einzelnen Vorschläge zur Sanierung bis hin zum Neubau an anderer Stelle informieren.

Als Ansprechpartner kündigt Bürgermeister Kai-Uwe Spanka Vertreter des Ingenieurbüros Pfeiffer und Schmidt an, das unter anderem die Kosten für diverse Sanierungsbeispiele ermittelte, sowie Dr. Hans Gerhard Lenz als möglichen Investor eines Neubaus und die Fraktionsvorsitzenden der im Stadtparlament vertretenen Parteien, die politisch Stellung nehmen können.

Das große Problem, das sich im Falle einer Sanierung auftut, ist die Tatsache, dass der Haushalt der Stadt Wetter seit Einführung der Doppik nicht mehr ausgeglichen ist und die Kommunalaufsicht des Kreises keine Kreditaufnahme, die zu einer Netto-Neuverschuldung führt, genehmigen wird. „Deshalb wird es nur in kleinen Schritten gehen“, sagt SPD-Fraktionschef Harald Althaus. Die SPD-Fraktion hatte sich schon frühzeitig mit der Thematik beschäftigt und sich dafür ausgesprochen, die Halle weiter zu nutzen und in kleinen Schritten zu sanieren.

Einem Investoren-Modell für einen Neubau stehen die Sozialdemokraten ablehnend gegenüber, auch wenn sich der Mietpreis für die Stadt Wetter zwischenzeitlich von rund 28.000 Euro auf knapp unter 17.000 Euro verringert hat. „Das Geld muss ja auch irgendwo herkommen und zwar Monat für Monat“, gibt Althaus zu Bedenken.

Die Firma HBH Telemedia AG / Dr. Hans Gerhard Lenz-Stiftung will während der Bürgerversammlung eine Alternative aufzeigen und für den Neubau einer Stadthalle werben. Sie soll auf dem Areal der ehemaligen „Nächsten Mühle“ entstehen. Als Investitionsvolumen werden 3,5 Millionen Euro angegeben, exakt die Summe die für eine grundhafte Sanierung der jetzigen Halle errechnet wurde. Die Betriebsführung soll in städtischer Hand verbleiben, allerdings bei einer Miete von knapp 17.000 Euro pro Monat und das auf 25 Jahre festgelegt.

Auf dem Gelände der jetzigen Stadthalle könnten nach deren Abriss einige seniorengerechte Wohnungen entstehen.

Die Bürgerversammlung am Dienstag, 18. Januar, in der Stadthalle Wetter beginnt um 20 Uhr.

von Götz Schaub

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Die Bürgerversammlung vom 18. Januar zum Thema Zukunft der Stadthalle hat im Nachgang eine Entscheidung gebracht: Investor Hans Gerhard Lenz zog sein Angebot zurück.

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