Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Stadt fördert Altbaukauf

Leerstand Stadt fördert Altbaukauf

Einstimmig hat Wetters Stadtparlament eine Neufassung seiner Förderung für zuziehende Familien mit Kindern geändert.

Voriger Artikel
40 Buchungen pro Auto und Monat
Nächster Artikel
Kahlschlag statt Blütenpracht

Lebendige Altstadt: Eine Förderung von Familien, die Altbauten in Wetter kaufen, soll für mehr Zuzug sorgen.

Quelle: Martina Koelschtzky

Wetter. In Zukunft können Kauf und Sanierung von zuvor leerstehenden Altbauten mit bis zu 8000 Euro gefördert werden.

Bei der Parlamentssitzung im Bürgerhaus Amönau gab es nur einstimmige Beschlüsse. Alle Fraktionen begrüßten die Neufassung der Förderrichtlinie, die bisher Familien, die ein Grundstück oder Haus in Wetter kaufen, einen Zuschuss pro Kind gewährt hatte. Nun sollen Familien, Alleinerziehende oder Lebenspartner mit Kindern, die einen Altbau kaufen oder sanieren, der zuvor sechs Monate leer gestanden hat, eine Förderung von der Stadt bekommen können.

Für die bisherige Förderung seien 136000 Euro seit 2008 ausgegeben worden und es sei nicht zu überprüfen, dass die Geförderten nicht auch ohne die Zuschüsse in Wetter gebaut hätten, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Harald Althaus. Zudem sei es eine Förderung ausschließlich für Besserverdienende gewesen.

Neue Richtlinie soll auf Leerstände verhindern

Mit der neuen Richtlinie solle neben dem Zuzug auch die Verhinderung von Leerständen erreicht werden, die Berechtigten seien ausgeweitet und die mögliche Höchstförderung prozentual erhöht worden, sagte er. „Deshalb stimmen wir diesmal der Förderung zu, die wir bisher abgelehnt haben.“

Für die CDU begrüßte Nicklas Zielen die neue Richtlinie, der sich zudem erfreut zeigte, dass diesmal alle Fraktionen den Antrag zusammen auf den Weg gebracht haben. Der Linke Martin Krieger hob hervor, dass bei der Entwicklung der Richtlinie die Bürger beteiligt worden seien. „Ich hoffe, das ist ein neuer Anfang für die Stadt“, sagte er. Nur Klaus Gerber von den Grünen bestand darauf, dass es an der alten Richtlinie nichts zu kritisieren gegeben habe, aber auch seine Fraktion stimmte geschlossen zu.

Container wird woanders aufgestellt

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Parlamentarier, dass ein Container für die kurzfristige Unterbringung von Obdachlosen in der Schulstraße 27 b aufgestellt werden soll. Im Vorfeld dieser Entscheidung hatte es in der Stadt einigen Wirbel gegeben. So sagte Harald Althaus, der Container habe zunächst auf den Festplatz gestellt werden sollen und dort seien die entsprechenden Anschlüsse gebaut worden. Nach Bürgerprotesten habe die Stadt den Container nun woanders geplant, wo erneut Anschlüsse gelegt werden müssten.

Das stellte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) richtig. Er erklärte, der bisher vom Parlament beschlossene Standort sei durch eine andere Nutzung des Grundstücks hinfällig geworden. Daraufhin habe der Magistrat den neuen Container auf den Festplatz gebracht, um ihn für den Grenzegang in diesem Jahr als Büro zu nutzen und bis dahin nach einem neuen Standort zu suchen. Die Anschlüsse am Festplatz seien ohnehin schon lange erforderlich gewesen.

Nachdem bei einer Grenzgangsveranstaltung wilde Gerüchte aufgekommen wären und Anwohner in der Nähe des Festplatzes gegen die vermeintliche Ansiedlung von Obdachlosen protestiert hätten, habe die Stadt den Container zunächst auf die ehemalige Kompostierungsanlage gebracht. Nach wie vor solle der Container für das Grenzgangsfest genutzt werden und anschließend am neuen Standort aufgestellt. Dem stimmten alle Fraktionen zu.

von Martina Koelschtzky

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr