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Stabswechsel in der Seniorenarbeit

Abschiedsfeier Stabswechsel in der Seniorenarbeit

Zwölf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Seniorenarbeit in Münchhausen, darunter die Seniorenbeauftragte Heidemarie Schneider, wurden bei einer stimmungsvollen Feier verabschiedet.

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Geehrt wurden Gerda Spenner (von links), Gisela Müller, Erna Clös, Irmgard Guckel, Elfriede Michel, Christiane Spenner, Gertrud Felsmann, Elisabeth Wagner, Claudia Peter, Irmgard Wagner, Margarete Laun, Gudrun Knörr und Brigitte Trusheim. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Roland Wehner (hinten links), und Bürgermeister Peter Funk (rechts hinten) gratulierten.

Quelle: Manfred Schubert

Wollmar. Eine stimmungsvolle, heitere und würdige Feier mit einem gelungenen, abwechslungsreichen Überraschungsprogramm hatte das neue Seniorenarbeitsteam der Gemeindeverwaltung zur Ehrung und Verabschiedung langjährig ehrenamtlich tätiger Mitarbeiterinnen der Seniorenarbeit organisiert. Etwa 160 Menschen nahmen am Samstag im Bürgerhaus daran teil.

Das gab auch die auf eigenen Wunsch Ende 2014 als Seniorenbeauftragte ausgeschiedene Heidemarie Schneider zu, die doch einen „großen Bahnhof“ um die eigene Person gar nicht mag und sogar überlegt hatte, zum Zeitpunkt dieser Feier zu verreisen. Aber dann, obwohl nach eigener Einschätzung „hart im Nehmen“, stiegen ihr doch einige Tränen der Rührung in die Augen. Insbesondere, als Reinhold Beck, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung des Ehrenamts im Landkreis, und seine Frau Christa einen Brief aus Ungarn vorlasen. Er kam von Eva Peter, die vor 30 Jahren als jugendliches Mitglied einer Trachtentanzgruppe Schlafgast bei Schneiders gewesen war, woraus sich eine dauerhafte Freundschaft entwickelte. Schneider habe immer so herzlich von ihren Senioren erzählt, Peters Mutter habe in ihrem Bekanntenkreis in Kecsked von dieser Seniorenarbeit berichtet, was zur Entstehung einer Seniorengruppe geführt habe. Heidi Schneider sei also eine Mitbegründerin dieser Seniorenarbeit in Ungarn.

Engagiert und idealistisch über Jahrzehnte hinweg

Schneider war, mit berufsbedingten Unterbrechungen, seit der Gründung der damaligen Altenclubs 1974 in der Seniorenarbeit in Münchhausen tätig gewesen, seit 2007 als Seniorenbeauftragte.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Roland Wehner, hob das große Engagement und den Idealismus hervor, mit der Heidi Schneider und ihre Mitarbeiterinnen ein den gewachsenen Ansprüchen genügendes Programm geschaffen hätten, das mittlerweile auch jüngere Senioren anziehe.

Der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert wies als einer ihrer langjährigen Wegbegleiter darauf hin, dass Schneider während ihrer Tätigkeit ab 1986 bei der Volkshochschule im Landkreis mit ihren Ideen mit dafür sorgte, dass aus „Einschlafnachmittagen mit Dias“ eine moderne Seniorenarbeit wurde, die ein wichtiger Baustein sei, um den demographischen Wandel zu begleiten. Dr. Gerd Kanke, regelmäßiger Vortragsgast bei den Münchhäuser Senioren, hielt einen humorvollen, mit Anekdoten angereicherten persönlichen Rückblick auf die Entwicklung der Seniorenarbeit. Auch er machte sich lustig über „unsägliche Diavorträge in den Anfangszeiten, bei denen nach kurzer Zeit die ersten Nasen vor Müdigkeit in die Kaffeetassen fielen“. Musikalische Unterhaltung bot zu Beginn der Posaunenchor Bracht, zum Abschluss begeisterte das Niederaspher Ensemble „Total Vocal“ mit Liedern wie „Rinderwahn“ die Zuhörer, die nach Zugabe verlangten und sie mit „You raise me up“ auch bekamen.

Jahresprogramm vorgestellt

Heidi Schneider dankte in ihrer Rede den Mitarbeiterinnen, mit denen sie in Münchhausen Ideen habe umsetzen können, die in anderen Gemeinden noch nicht möglich seien. „Wir haben versucht, nicht zu betütteln, niemandem über die Glatze gestrichen, sondern zum Beispiel gute und lehrreiche Vorträge geboten. Und wir hatten nie ein Problem, neue Helferinnen zu finden“, betonte sie und appellierte an die Politiker, die Älteren in ihre Überlegungen einzubeziehen und deren Erfahrungen zu nutzen. „Die meisten Menschen im fortgeschrittenen Alter wollen sich keineswegs aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen“, erklärte sie.

Bürgermeister Peter Funk stellte kurz das von den jetzt für die Seniorenarbeit zuständigen Verwaltungsmitarbeiterinnen Bianca Spalek, Annegret Strieder und Vicky Dersch sowie den fast 40 Helferinnen zusammengestellte Jahresprogramm vor. Das zeigte auch, dass Schneider weiterhin aktiv bleibt als Leiterin des Seniorentanzes und des offenen Singens, dessen mittlerweile zweite CD einen überraschend guten und weiten Absatz findet.

von Manfred Schubert

Verabschiedungen und Ehrungen
  • Verabschiedungen: Katharina Dörscheln, Anja Spenner-Schneider, Anneliese Koch, Helga Smentek, Brigitte Gottschalk, Gudrun Knörr, Margarete Laun, Gisela Müller, Erna Clös, Gerda Spenner, Elfriede Michel und Heidemarie Schneider.
  • Ehrungen: für 40 Jahre Seniorenarbeit: Gudrun Knörr, Margarete Laun, Gisela Müller, Erna Clös, Gerda Spenner und Elfriede Michel; für 20 Jahre: Brigitte Trusheim, Elisabeth Wagner, Gertrud Felsmann und Christiane Spenner; für zehn Jahre: Irmgard Wagner, Irmgard Guckel, Claudia Peter und Elisabeth Esefeld.
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