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Spielgemeinschaft feiert Silberhochzeit

25-jähriges Bestehen Spielgemeinschaft feiert Silberhochzeit

Die Spielgemeinschaft zwischen dem SV Wollmar und dem FSV Frohnhausen ist 1991 aus der Not heraus entstanden, dass es nicht genug Fußballer gab. Heute spielt die erste Mannschaft in der Kreisliga A.

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Die Spielgemeinschaft feierte ihr Jubiläum im Festzelt am Sportplatz in Frohnhausen.

Quelle: Manfred Schubert

Frohnhausen. Seit 25 Jahren hält die sportliche „Ehe“ zwischen den Fußballern des SV Wollmar und des FSV Frohnhausen. Die beiden Nachbardörfer hatten 1991 beschlossen, eine Spielgemeinschaft (SG) zu gründen, die zweite im Fußballkreis Frankenberg nach der SG Laisa/Berghofen. „Eine gute Entscheidung“, stellten Ralf Freiling, Vorsitzender des SV Wollmar, und Bastian Hallenberger, Vorsitzender des FSV Frohnhausen, am Samstagabend beim kleinen Festkommers im Zelt am Sportplatz fest.

Gemeinsam blickten sie vor etwa 120 Gästen auf die Geschichte dieser Zusammenarbeit zurück, die aus der Not geboren wurde. „1991 hatten beide Vereine den Abgang vieler talentierter Fußballer zu verkraften. Nach vielen Gesprächen entschlossen sich die Verantwortlichen aus Wollmar und Frohnhausen zur Gründung einer Spielgemeinschaft“, berichtete Freiling.

Richard Koch war 45 Jahren im Vorstand tätig

Ab diesem Zeitpunkt spielte die SG in der Kreisliga A, bis im Jahr 2000 mit dem Abstieg in die B-Klasse der sportliche Tiefpunkt kam. Aber schon zwei Jahre später feierten die Spieler den Wiederaufstieg. Ein ganz großer Moment sei die Relegationsrunde zur damaligen Bezirksliga in der Saison 2005/06 gewesen, die erst im Endspiel gegen die FSG Südkreis mit 3:1 verloren ging. Das Spiel vor 1 124 Zuschauern, davon 200 eigene Fans, die mit drei Bussen und vielen Autos angereist waren, bleibe für alle, besonders die Spieler, ein besonderes Erlebnis.

Seither hält sich die erste Mannschaft in der A-Klasse, zuletzt im vorderen Drittel. Die beiden Vorsitzenden sprachen den Verantwortlichen ihren Dank dafür aus, dass sie es geschafft hätten, die SG über all die Jahre „in ruhigen Bahnen zu halten“. Insbesondere den Trainern, die wirklich gute Arbeit unter nicht immer einfachen Bedingungen geleistet hätten, allen voran Giovanni Liuzza, der in acht Jahren die Mannschaft ins obere Mittelfeld der Liga geführt habe, sowie dem „einzigartigen Feuerwehrmann“ Oskar Weigand. Viermal habe er sich bereit erklärt, in schwierigen Situationen in die Bresche zu springen. Und den Spielern dankten sie, dem „Aushängeschild“ der Spielgemeinschaft.

Zur öffentlichen Verabschiedung von einem Mann, der lange Verantwortung beim SV Wollmar getragen hatte, nutzte Ralf Freiling diese Gelegenheit der Jubiläumsfeier. Richard Koch war 45 Jahre lang Vorstandsmitglied gewesen, zuletzt im Spielausschuss tätig.

Verbindung beider Vereine hat von Anfang an gepasst

Der Battenberger Stadtrat Harald Hofmann lobte das 25-jährige Bestehen als vorbildliche interkommunale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Münchhausens Bürgermeister Peter Funk erinnerte daran, dass für die Vereinsgründer eine Spielgemeinschaft noch undenkbar gewesen wäre, und Frohnhausens Ortsvorsteher Klaus Hallenberger meinte, Wollmar mit Frohnhausen habe von Anfang an gepasst, zu dieser SG habe es keine Alternativen gegeben.

Nach dem offiziellen Teil musizierten Anke Morawa und Walter Wagner vom Duo Urgestein, passenderweise begannen sie mit dem Lied „Blau und Weiß, wie lieb ich dich“.

Der Nachmittag hatte sportlich begonnen, wenn auch nicht ganz so erfolgreich für die aktiven Fußballer. Die Alten Herren schlugen die zweite Mannschaft mit 5:2, die erste Mannschaft verlor ihr Einlagespiel gegen die Nachbar-SG Laisa/Berghofen 2:5.

 
Bastian Hallenberger (links), Vorsitzender des FSV Frohnhausen, und Ralf Freiling, Vorsitzender des SV Wollmar, bedankten sich bei Richard Koch (Mitte) für seine langjährige Arbeit im Vorstand der SG. Foto: Manfred Schubert

von Manfred Schubert

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