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Spiele und Betreuung im Notquartier

Kindergarten ist Baustelle Spiele und Betreuung im Notquartier

Zwei bis drei Monate wird es wohl dauern, bis der Kindergarten Mellnau wieder in seine Räume im alten Schulgebäude ziehen kann. Die Betreuung der 19 Jungen und Mädchen findet derzeit in der Schulscheune statt.

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Kindergartenleiterin Gudrun Scheer spielt mit Kim (links, 3 Jahre) und Julia (4 Jahre) im Notquartier des Kindergartens „Kuckucksnest“ in Mellnau.

Quelle: Thorsten Richter

Mellnau. Es ist ein ausgesprochen komfortables Notquartier, das der Kindergarten Mellnau vor gut zwei Wochen direkt gegenüber seines sonstigen Domizils beziehen durfte. Die Vereinsgemeinschaft, die die ausgebaute Schulscheune ansonsten als Veranstaltungsort nutzt, stellt den 19 Kindern des „Kuckucksnests“ und ihren Betreuern die Unterkunft zur Verfügung. „Wir haben hier mehr Platz zum Spielen als drüben“, sagt Kindergartenleiterin Gudrun Scheer.

Ein großer Raum für alle Kinder - ein Provisorium ist die Unterkunft trotzdem. Auf Schränke zum Verstauen der Spielsachen und auf warmes Wasser zum Zähneputzen müssen die Kinder für eine Weile verzichten.

So, wie es derzeit aussieht, könnte die Sanierung der vom Pilz befallenen Kindergartenräume im alten Schulgebäude aber schnell gehen. „Zum Glück ist es kein Schwamm, das wissen wir inzwischen. Dann wäre die Sanierung sehr aufwändig geworden“, erklärt Dr. Markus Morr, Pressesprecher des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der als Schulträger für die Instandhaltung des Gebäudes zuständig ist. Beim Landkreis gehe man davon aus, dass die Baustelle in zwei bis drei Monaten wieder abgeräumt und die Räume wieder ihrer Bestimmung übergeben werden könnten, schätzt Morr. „Jetzt muss aber noch geprüft werden, inwiefern die Statik des Gebäudes durch den Pilzbefall beeinträchtigt sein könnte“, erläutert er.

Woher genau der Pilz kommt, steht derzeit noch nicht fest. Ein Wasserschaden, verursacht durch eine undichte Leitung, könnte Schuld sein. Gudrun Scheer war diejenige, die das Problem nach den Winterferien entdeckte. „Der Boden im Waschraum hatte sich nach unten gewölbt“, erzählt sie. In dem Sanitärraum ist derzeit der Boden aufgerissen, die Holzbalken des alten Gebäudes sind freigelegt - und die Untersuchungen laufen. „Das ist zwar nur eine vorläufige Lösung, aber wir machen keinen zeitlichen Druck gegenüber dem Landkreis“, erklärt Bürgermeister Kai-Uwe Spanka zur Nutzung der Schulscheune als Kindergarten. Er setzt auf das Entgegenkommen der Vereine, die vorerst für ihre Treffen und Veranstaltungen das Bürgerhaus nutzen müssen.

Im Kindergarten herrscht schon wieder geordneter Alltag. „Es ist schon toll, wie gut die Kinder diese Lösung angenommen haben“, sagt Gudrun Scheer, und ihre Schützlinge spielen und toben in der Schulscheune als wäre die schon immer ihr Kindergarten gewesen.

von Carina Becker

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