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Solarpark-„Motor“ hält sich bedeckt

Oberasphe Solarpark-„Motor“ hält sich bedeckt

Seit einem Jahr sammeln 9800 Fotovoltaikmodule auf dem ehemaligen Bundeswehrdepot bei Oberasphe Strom. Das wurde am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Wer sich ein wenig zierte, war die Sonne.

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Am Sonntag konnten die Bürger den Solarpark auf dem ehemaligen Bundeswehrdepot bei Oberasphe besichtigen. Kleines Foto: Landrätin Kirsten Fründt im Gespräch mit zwei Garanten des Projekts, Investor Steffen Krug (links) und Hermann Koch (rechts vorn) von der Energiegenossenschaft Münchhausen.Fotos: Michael Agricola

Oberasphe. Gekommen waren neben vielen Bürgern - Energiegenossen und solche, die es vielleicht noch werden wollen, unter anderem Kommunalpolitiker aus der Gemeinde Münchhausen und den Nachbarkommunen sowie Landrätin Kirsten Fründt.

Eingeladen hatten die Energiegenossenschaft Münchhausen und Investor Steffen Krug (Krug Immobilien), der mit der Vorfinanzierung die Oberaspher Freiflächenanlage mit einer Leistung von 2,45 Megawatt erst möglich gemacht hatte.

Inzwischen haben die Energiegenossen aus der Gemeinde 28,4 Prozent der gesamten Anlage übernommen und freuen sich über die guten Erträge aus dem ersten Jahr. Mit einer für unsere Region üblichen Menge von 900 Kilowattstunden Stromertrag pro Jahr und pro verbautem Kilowatt/peak war kalkuliert worden. Das entspräche insgesamt 2207 Megawattstunden. In Wirklichkeit lag die Strom­ernte im ersten Jahr mit 2301 schon knapp 100 Megawatt höher als erwartet, was sich auch auf den sonnenreichen Mai und Juni diesen Jahres zurückführen lässt.

Nach Abschluss des Solarparkprojekts will die Genossenschaft nun weitere Energie-Projekte anstoßen oder sich daran beteiligen und weitere Mitglieder gewinnen. Zweck der im April 2013 gegründeten Energiegenossenschaft ist nämlich genau das - die Verwirklichung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. Die könnten von den Bürgern, örtlichen Unternehmen, Vereinen und Institutionen getragen werden.

Eine Möglichkeit dazu wären Windräder auf dem Gemeindegebiet, die, anders als in anderen Gemeinden im Landkreis, auch in der Bevölkerung weitgehend unumstritten wären. Doch die bei Niederasphe und Wollmar geplanten Anlagen sind aufgrund eines Mopsfledermausvorkommens hinter der Kreisgrenze derzeit von einer Verwirklichung noch ein ganzes Stück entfernt.

von Michael Agricola

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