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Senkung der Energiekosten angepeilt

Nahwärmenetz Senkung der Energiekosten angepeilt

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist eindeutig: Die Übernahme des Nahwärmenetzes spart der Stadt Wetter in 20 Jahren 3,8 Millionen Euro.

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Dieses Schild weist darauf hin: Die Ortsdurchfahrt von Oberndorf ist sanierungsbedürftig. Zunächst wird es dort noch einmal einen Ortstermin mit den Planern geben.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. Eine sehr überschaubare Investitionssumme, so das Ergebnis der Machbarkeitsstudie der Energie Agentur Berghamer und Penzkofer aus Moosburg, von 600.000 Euro würde der Stadt Wetter und ihren Partnern über 20 Jahre Laufzeit etwa 3,8 Millionen Euro an Energiekosten einsparen, wenn sie das derzeit von der Eon mit Erdgas betriebene Wärmenetz selbst übernimmt. Das heißt, bereits nach drei Jahren würde sich die Investition bezahlt machen. Dazu kämen als weitere Vorteile der Einsatz lokaler regenerativer Energien, der Verbleib der Wertschöpfung in der Region und eine Wertsteigerung der so beheizten Gebäude.

„Wir empfehlen nachdrücklich die Übernahme und den Weiterbetrieb des Netzes in kommunaler Hand auf Basis lokaler erneuerbarer Energien“, so das Fazit der Studie, die am Dienstagabend Geschäftsführer Oliver Berghamer im Bürgerhaus den zehn Mitgliedern des Ausschusses für Bau und Umwelt und 20 Zuhörern vorstellte.

Parallel zur Neukonzeption wurden mit dem Betreiber der Biogasanlage in der Gemarkung Sterzhausen, Bernd Geißel, Gespräche mit dem Ziel geführt, die Anlage einzubinden. Berghamer stellte fünf mögliche Varianten vor und empfahl unter Berücksichtigung förderrechtlicher und technischer Gesichtspunkten, dass Geißel die Biogasleitung und das Biogas-Blockheizkraftwerk bauen und betreiben soll.

Nach 75 Minuten Präsentation und Diskussion beschloss der Ausschuss die Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung, das Nahwärmenetz Wetter in Eigenregie zu betreiben und dazu verschiedene Betreibermodelle unter Einbindung der Biogasanlage Geißel und gegebenenfalls des Landkreises Marburg-Biedenkopf zu erarbeiten. Lediglich Klaus Gerber von den Grünen enthielt sich. Er hatte die Festlegung auf Geißel als Betreiber des BHKW moniert und dass andere Kooperationspartner wie beispielsweise die Stadtwerke Marburg nicht in Betracht gezogen wurden. Zuvor war erläutert worden, dass Geißel Planungssicherheit brauche, um seine erheblichen Investitionen vorbereiten zu können.

Zu Beginn der Sitzung hatten Steve Battenberg, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Gringel, und Planer Hans-Erich Dworschak in einer einstündigen Präsentation die Planungen zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Oberndorf dargestellt. Zu einer Beschlussempfehlung sahen sich die Ausschussmitglieder danach dennoch nicht in der Lage. Sowohl sie als auch die Ingenieure plädierten dafür, einen Ortstermin vorzunehmen, zudem will sich der Ortsbeirat mit Änderungsvorschlägen befassen.

von Manfred Schubert

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