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Lesen lernen Senioren helfen Kindern

Ob in Kindergarten, Hort oder Grundschule: Lesepaten unterstützen die Kinder in Cölbe ehrenamtlich beim Lesenlernen.

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Lesepaten, Kinder, Eltern und Cölbes Bürgermeister Volker Carle (Zweiter von rechts) sprachen gemeinsam über das Projekt „Lesepaten“.

Quelle: Sarah Stolle

Cölbe. Bereits im Mai 2014 schlossen sich Cölber Bürger zusammen, um unter dem Motto „Jung hilft Alt, Alt hilft Jung“ ein Projekt ins Leben zu rufen. Senioren aus dem Seniorennetzwerk Cölbe unterstützen dabei Kinder verschiedener Einrichtungen innerhalb der Gemeinde.

Jeder der Lesepaten hat seine eigene Methode: Die einen lesen vor, die anderen üben mit den Kindern das Lesen. „Ich selbst habe festgestellt, dass den Kindern die Rechtschreibung viel leichter fällt, wenn man sie laut vorlesen lässt“, sagt Christa Weckesser, die sich ehrenamtlich im Hort in Cölbe engagiert. „Manchmal ist es besser, sich auf drei bis fünf Kinder zu konzentrieren. Da gibt es manche, die brauchen mehr Unterstützung als andere. Gerade Kinder mit Migrationshintergrund benötigen besondere Förderung“ berichtet Heinrich Friedrich, der als Lesepate im Kindergarten Bürgeln tätig ist. „Wenn ich vorlese, wird die Gruppe jedoch auch schon mal größer - und viele sind ganz schnell zur Stelle, um mitzuhören“, erzählt Friedrich.

Wie viel Freude die Begegnungen den Lesepaten und den Kindern bereiten, berichtet Friederike Mahlert, die in der Grundschule Schönstadt tätig ist. „Zuerst habe ich vorgelesen, nun lasse ich vorlesen“, erzählt sie schmunzelnd. Christina Paulus lässt die Kinder malen, während sie in der Grundschule Betziesdorf vorliest. „Es ist erstaunlich, wie viel die Kinder währenddessen aufnehmen können. Manchmal binden sie das Erzählte in ihre Bilder ein.“

Auch der Bürgermeister ist begeistert

Zuspruch findet das Projekt nicht nur bei den meisten Einrichtungen in der Gemeinde. Auch Cölbes Bürgermeister Volker Carle zeigt sich begeistert. „Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, als mir meine Großeltern vorgelesen haben. Heute sind Mehrgenerationenhäuser jedoch eher eine Seltenheit, weshalb es umso wichtiger ist, dass Wege gefunden werden, wie Senioren und Kinder gemeinsame Aktivitäten ausüben. Gerade in Zeiten der neuen Medien ist es eine ganz besondere Sache, wenn Kindern nahegebracht werden kann, ein Buch in die Hand zu nehmen.“

Zu Beginn des Lesepaten-Projekts gab es einen Workshop, in dem sich alle Beteiligten austauschten. Gemeinsam wurde erarbeitet, wer sich die Zusammenarbeit wie vorstellt. „Leider machen ein paar Einrichtungen nicht mit. Das ist schade, denn wir hatten wirklich sehr viel Glück mit unseren derzeit sieben Lesepaten. Jeder geht individuell auf die Kinder ein, um sie beim Lesen und Lernen zu unterstützen“, sagt Sabine von Aschwege-Viessmann, die Koordinatorin des Seniorennetzwerks.

  • Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich als Lesepate zu engagieren, kann sich per E-Mail unter seniorennetzwerk@coelbe.de oder unter der Telefonnummer 06421/9839119 melden.

von Sarah Stolle

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