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Schwertransporter fahren mitten durch den Kreisel

Verkehrsbehinderungen auf B 3 Schwertransporter fahren mitten durch den Kreisel

Bedingt durch die Energiewende nimmt der Schwerlastverkehr mit Überlänge auf Deutschlands Straßen zu. An Kreiseln kommt es deshalb immer wieder zu Engpässen.

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Henner Geil (von links), Willi Kunze, Frank Schoppmeier von der Bauleitung von Abo Wind, Manuel Schmuck und Michael Stahl von HessenMobil zeigen den Plan.

Quelle: Götz Schaub

Cölbe. Achtung Autofahrer! Ab heute, Mittwoch, 7. Mai, 7.30 Uhr bis einschließlich Freitag wird der Kreisel an der Bundesstraße 3 auf Höhe des Chauseehauses (Foto: Nadine Weigel) umgebaut. Da eine Hälfte des Kreisels für die Bauarbeiten reserviert sein wird, muss der Verkehr über Ampeln geregelt werden, Dies kann dazu führen, dass der Verkehr nicht so schnell fließt wie gewohnt. Um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten, setzt HessenMobil Personal ein, das die Grünphasen der Ampeln je nach Verkehrsaufkommen aus den drei möglichen Richtungen Marburg beziehungsweise Cölbe, Schönstadt und Betziesdorf auch manuell beeinflussen kann. Der Ampelbetrieb wird die nächsten drei Tage bis jeweils 16.30 oder 17 Uhr geschaltet sein. Danach und über Nacht wird der Kreisel wieder normal zu befahren sein. Die Arbeiten gelten übrigens als Pilotprojekt für den gesamten Landkreis: So wird durch den Kreisel eine Stichstraße für Schwertransporte gebaut – auf Kosten der Windkraft-Firma Abo Wind aus Wiesbaden..

„Es macht doch kein Sinn, Kreisel wegen Transporter mit Überlänge teilweise abzubauen und hinterher wieder aufzubauen“, sagt Manuel Schmuck von der Firma Abo Wind, der Planer für den Windpark Kirchhain ist. Deshalb hat sich seine Firma bereiterklärt, den Kreisel auf eigene Kosten „nachhaltig“ umzubauen. Willi Kunze, Regionalbevollmächtigter von HessenMobil, stand diesem Ansinnen sofort positiv gegenüber, zumal er diese Idee mit Lahntals Bürgermeister Manfred Apell schon einmal diskutierte, weil es bei Sterzhausen am Kreisel auch zu solchen Problemen kommt.

Henner Geil von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg begrüßt die innovative Idee. „Wir freuen uns über jede sinnige Initiative, diese Region auch für den Schwerverkehr zu erschließen.“ Die Bauausführung hat die Firma Hinterlang aus Hartenrod übernommen. Das Konzept ist denkbar einfach, sagt Willi Kunze. Die „Durchgangsstraße“ ist von den Kreisel-Zufahrten etwas versetzt und für Autofahrer nicht zu sehen, damit diese nicht irritiert werden. Der Mittelpunkt des Kreisels wird eineinhalb Meter hoch mit Erde aufgeschüttet und bepflanzt. Mitten hindurch führt aber ein acht Meter breiter Weg, der mit Rasenkammerplatten befestigt wird und bei Bedarf für einen Schwertransport geöffnet wird. Nach ersten Gesprächen im Februar wird der Umbau ab heute innerhalb von drei Tagen erfolgen.

von Götz Schaub

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