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Schreiben und Rechnen spielend lernen

Zertifikate für Erzieherinnen Schreiben und Rechnen spielend lernen

In den Gemeinden Lahntal und Münchhausen wird die Vorschularbeit in den Kindertagesstätten gefördert: Fünf weitere pädagogische Fachkräfte bereiten die Kinder auf die Einschulung vor.

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Die neuen „StaBil“-Multiplikatoren Janine Schmitt (von vorne links), Michaela Ruppersberg, Kerstin Hielscher, Selina Stein und Heike Trusheim sowie Manuela Schmidt-Ligia als Leiterin der Goßfeldener Kita.

Quelle: Simone Schwalm

Münchhausen. Bereits im vergangenen Jahr erhielten fünf Erzieherinnen ihre Qualifizierungs-Zertifikate als sogenannte Multiplikatoren. In dieser Funktion stehen sie sowohl Eltern, Kollegen und Grundschullehrern als Ansprechpartner zur Verfügung und sollen die erlernten Inhalte ihrer Fortbildung weiter transportieren. Diese Inhalte beruhen auf dem Bildungsprogramm „Starke Bildung“ (StaBil), das auf einer Kooperation zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Bildungsinstitut Bernd Reith (ibr) basiert.

Die Diplom-Sozialpädagogin und Lehrerin Cornelia Henkel vom Bildungsinstitut hat während der bislang zwei hausinternen Fortbildungen insgesamt zehn Erzieherinnen Kenntnisse­ vermittelt, die im Zuge der ­Berufsausbildung nicht gelehrt werden. Es geht dabei um bestimmte Basiskompetenzen, die spielerisch im Kindergarten gefördert werden. „Spiele gespielt und Vorschularbeit geleistet haben wir schon immer“, betonte­ die pädagogische Leitung des Vereins, Maria Schembecker-Tüns. Doch durch die StaBil-Fortbildung erlangte das pädagogische Fachpersonal ganz konkret Kenntnisse darüber, mit welchen Spielen und alltäglichen Handlungen bestimmte­ Kompetenzen gefördert und gefordert werden. Dazu gehören unter anderem die Vorläuferfähigkeiten für den Schrift-Spracherwerb und für die mathematischen Basiskompetenzen sowie die Förderung der visuellen Wahrnehmung, der phonologischen Bewusstheit, Ausdauer und Konzentration.

Verein betreut 450 Kinder in acht Einrichtungen

Als der Verein 2014 damit ­begonnen hatte, nach dem Bildungsprogramm zu arbeiten, wurden die Mitarbeiter noch sehr eng von Henkel und ihrem Mann Bernd Reith begleitet. Auch die Elterninformation in Form von Elternabenden übernahmen die beiden in diesem Bereich.

Durch die hausinternen Fortbildungen erlangte das Personal zunehmend Eigenständigkeit und übernimmt diese Aufgabe inzwischen selbst, freute sich auch die kaufmännische Leitung des Vereins, Simone Karcher. Genau diese Elternorientierung – besonders im letzten Kindergartenjahr – werde benötigt, ist sich auch Uwe Pöppler sicher, der Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und ­Soziales des Landkreises. Der Verein ist Träger von fünf Kindertagesstätten und drei Krippen in Lahntal und Münchhausen, betreut aktuell rund 450 Kinder, davon werden etwa­ 80 im Sommer eingeschult. „Das erfordert eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Einrichtungen, den Kollegen und den Eltern“, erläuterte Schem­becker-Tüns. Das Bildungsprogramm schaffe dabei eine Verlässlichkeit und habe das Miteinander positiv beeinflusst.

Fünf Erzieherinnen erhalten Zertifikate für Fortbildung

Mit der Fortbildung von Kerstin Hielscher (Münchhausen), Michaela Ruppersberg (Sterzhausen), Janine Schmitt (Caldern), Selina Stein (Goßfelden) und Heike Trusheim (Sarnau) sind nun außerdem sämtliche Kindertagesstätten des Vereins als StaBil-Kindergärten zertifiziert.

In naher Zukunft sollen noch einmal alle Mitarbeiter des Vereins in dem Bereich der Basiskompetenzen eine Fortbildung erhalten. Dahinter steht auch der Münchhäuser Bürgermeister Peter Funk als Vertreter des Vereinsvorstands: „Es gibt keinen Stillstand, wir machen weiter!“

von Simone Schwalm

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