Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Schönstadt will und kann auch Europa

Bewerbung abgeschickt Schönstadt will und kann auch Europa

Wenn es auch beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2010 auf Bundesebene warum auch immer nicht für eine Goldmedaille gereicht hat, kann Schönstadt vielleicht 2014 in Europa zu besonderen Ehren kommen.

Voriger Artikel
Mit Radarwarnschildern nichts am Hut
Nächster Artikel
Schöne Blüten, ungenießbare Früchte

So wirbt Schönstadt für ein erlebnisreiches Miteinander im Dorf.

Quelle: Götz Schaub

Schönstadt. Die Schönstädter sind hoch motiviert. Ihr Kämpferherz ist schon wieder am pochen, Ihre Neugier auf einen europäischen Vergleich geweckt. Keine Frage, Schönstadt bewirbt sich beim hessischen Wirtschaftsministerium um den hessischen Startplatz zum Wettbewerb „Europäischer Dorferneuerungspreis 2014“ und tritt damit in unmittelbare Konkurrenz zu diesjährigen Goldmedaillen-Gewinner Mengsberg.

„Die Bewerbung ist vergangene Woche schon rausgegangen“, berichtet Schönstadts Ortsvorsteher Johannes Weber. Der Ortsbeirat hatte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig seine Zustimmung gegeben - und dies mit dem Wissen, dass auch die Mitarbeiter des Organisationsteams von 2008 bis 2010 wieder mit an Bord sind, um ihren Ort mit seinen Besonderheiten nach Europa zu tragen. Weber will von Konkurrenten nichts hören. „Wir haben uns ganz auf uns selbst konzentriert. Von uns wird man auch nichts über die Chancen anderer Mitbewerber, ob nun Mengsberg, Edertal-Kleinern oder Ueberau, hören. Wir wollen uns nicht vergleichen, sondern selbst die Argumente für uns liefern“, so Weber weiter. Die Entscheidung, welches der vier Dörfer beim Europa-Wettbewerb dabei sein darf, wird für Mitte November erwartet. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Weber.

HINTERGRUND

Schönstadt war schon traurig, als es seinerzeit nach regionalen Erfolgen auf Bundesebene des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ nicht zu einer Goldmedaille gereicht hatte. Aber die Traurigkeit war nur von kurzer Dauer. Die engagierten Bürger steckten nicht die Köpfe in den Sand, sondern arbeiteten für ihr Dorf an neuen Projekten. Erst im September ging das Projekt Carsharing an den Start. Für die einzigartige Leistung zur Umsetzung des Nahwärmenetztes erhielt die Genossenschaft Anfang des Jahres einen der höchstdotierten Umweltpreise Deutschlands. Und ein Blick auf die stets gepflegte und aktuelle Internet-Seite des Dorfes verrät sofort, dass weiterhin viele Projekte mit Leben gefüllt sind, Info-Veranstaltungen geboten werden und der Zusammenhalt im Ort weiterhin groß geschrieben wird. Und wer sich so gut versteht, fährt übrigens auch zusammen in den Ski-Urlaub.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr