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Schönes aus dem Kunsthandwerk

14. Kunsthandwerkermarkt in Sterhausen Schönes aus dem Kunsthandwerk

Bereits zum 14. Mal fand der Kunsthandwerkermarkt in Sterzhausen statt. 1300 Gäste fanden an zwei Tagen den Weg in das „Haus am Wollenberg“.

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Ernst Schnur aus Wolfenbüttel (links) fertigt qualitativ hochwertige Spielsachen aus Holz. Daneben Enkel Tim Bastian und die Besucher Philippe Mund mit Sohn Nuri und Wilko Klein aus Dagobertshausen.

Quelle: Sarah Stolle

Sterzhausen. Sterzhausen. 50 freiwillige Helfer, 38 Aussteller, 400 Gäste am Samstag und 900 Gäste am Sonntag – das war der diesjährige Kunsthandwerkermarkt in Sterzhausen. Bereits zum 14. Mal fand der Markt statt und wurde auch in diesem Jahr wieder vom Förderverein des FSV Sterzhausen veranstaltet. „Uns ist es wichtig, immer wieder Neues in das Angebot mit aufzunehmen“, berichtet Norbert Riehl vom Förderverein, der den Markt koordiniert. „Künftig hätten wir neben Holz- oder Strickwaren gerne noch einen Lederhandwerker auf dem Markt“, so Riehl.

Jedes Jahr etwas Neues im Angebot mit dabei

Doch nicht nur der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, immer wieder Neues anzubieten. Auch Manfred Jahn aus Biedenkopf, der bereits zum elften Mal auf dem Kunsthandwerkermarkt vertreten war, verrät: „Im ersten Jahr habe ich einer Kundin versprochen, jedes Jahr etwas Neues in mein Sortiment aufzunehmen. Genau das ist es, was mich immer wieder anspornt. Ich konnte mein Versprechen seitdem in jedem Jahr einhalten.“ Der Biedenköpfer war mit seiner Frau Barbara vor Ort, um die liebevoll gefertigten Waren aus diversen Holzabfällen, wie beispielsweise vom Kirsch-, Nuss- oder Apfelbaum, anzubieten. Dass es dabei vor allem auf eine hohe Fingerfertigkeit ankommt, zeigen seine detailreichen Schnitzereien, wie die Barockkirche in Rachelshausen.

Mit einem echten Spinnrad vor Ort war Elfriede Meißner aus Breidenstein. „Die Trachtengruppe lässt alte Bräuche, wie das Spinnen, wieder aufleben. Zunächst waren wir mit dem Spinnrad auf stehenden Festzügen oder Bauernmärkten vertreten. Nach und nach nahmen die Termine zu und so kam es, dass wir auch in Sterzhausen seit 14 Jahren einen festen Platz auf dem Markt haben“, berichtet die 73-Jährige. Gemeinsam mit ihrer Schwägerin, Irene Bonacker aus Wolfgruben, zeigte sie, wie man Schafswolle spinnt und bot Strick- und Häkelwaren zum Verkauf an.

Hochwertige Qualität, gute Preise

„Die Holzwaren sind wirklich beeindruckend und noch dazu ist der Preis für diese Qualität spitzenmäßig. Da zahlt man sogar im Laden das Doppelte“, freute sich der Besucher Wilko Klein aus Dagobertshausen über die Produkte von Ernst Schnur aus Wolfenbüttel. Durch seine in Sterzhausen lebende Tochter war Schnur, ein Tischler im Ruhestand, auf den Markt aufmerksam geworden und bot die eigens liebevoll gefertigten Spielsachen aus Holz zum Verkauf an.

„Begonnen habe ich damit, die Spielsachen für meine Enkelkinder zu fertigen. Das hat mir besonders viel Spaß bereitet. Dann habe ich mit diesem Hobby nicht mehr aufgehört“, so Schnur, der mittlerweile auf insgesamt 15 Kunsthandwerkermärkten vertreten ist.

Jedes Wochenende auf Märkten unterwegs

Auch Anita Köpper war extra aus Hachenburg angereist, um ihre Dekowaren anzubieten. Lampen, die im Inneren einen Draht beinhalten, der für ein besonderes Lichtspiel sorgt, sind ihre Spezialität. „Ich bin jedes Wochenende auf einem anderen Markt und somit in ganz Deutschland unterwegs“, freut sich Köppel über ihr Hobby, das sie seit 15 Jahren ausübt.

„In diesem Jahr waren es 200 Besucher weniger, was sicherlich nicht zuletzt an den Barrieren durch die Baustellen liegt, die die Erreichbarkeit einschränken“, zog Norbert Riehl Bilanz. Der Erlös aus dem Markteintritt kommt dem Förderverein des FSV zugute.

von Sarah Stolle

Barbara und Manfred Jahn aus Biedenkopf mit der geschnitzten Rachelshäuser Barockkirche und vor weiteren selbstgemachten detailreichen Deko-Holzarbeiten. Foto: Sarah Stolle
 
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