Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Schock für Bürgelns Kirchgänger

Bürgeln Schock für Bürgelns Kirchgänger

Bis auf Weiteres können in der Evangelischen Kirche in Bürgeln, der „Neuen Kirche“, keine größeren Veranstaltungen mehr stattfinden.

Voriger Artikel
Kindergarten-Verein übernimmt die Regie
Nächster Artikel
Schlägerei im Ortskern von Goßfelden

Baustelle Neue Kirche in Bürgeln: Die Holzdeckenunterkonstruktion stellt eine Gefahrenquelle dar und muss saniert werden. Der Raum muss vorerst gesperrt bleiben.

Quelle: Michael Agricola

Bürgeln. Grund dafür ist ein Mangel an der Unterkonstruktion der Innendecke, der überraschend bei den Voruntersuchungen für die Betonsanierung der Gebäudehülle festgestellt wurde. Damit besteht keine „akute, aber eine latente Gefahr“, dass die Holzdecke sich lösen könnte.
Nutzbar ist in der 1972 eingeweihten Kirche nur noch der kleine Nebenraum, weil es dort eine schützende Betonzwischendecke gibt. Dieser Raum reicht jedoch schon kaum noch für den Kindergottesdienst und die anderen Gruppen der Gemeinde. Und auch größere Trauerfeiern, für die die kleine Trauerhalle am Friedhof nicht ausreicht, werden in den kommenden Wochen ausweichen müssen, fürchtet der Bürgelner Pfarrer Dr. Alexander Prieur.
Die erste Trauerfeier musste in dieser Woche schon nach Cölbe verlegt werden, erzählt Prieur. Das mag vielleicht für eine reine Trauerfeier, etwa bei einer Feuerbestattung, eine Alternative sein. Ein ungelöstes Problem sei dies aber vor allem für Erdbestattungen, bei der der Zug der Trauernden direkt zum Grab führt. Die könne man schlecht in einen anderen Ort verlegen.
Prieur hofft nun auf schnelle Hilfe durch die Landeskirche. Denn wenn sich die Sperrung länger hinzieht, wird es für die Kirchgänger schwierig, das Gemeindeleben im gewohnten Umfang aufrechtzuerhalten. Denn die geplanten Voruntersuchungen für die Sanierung der Außenfassade und die Arbeiten für die aus Sicherheitsgründen notwendige Erweiterung und Absicherung des Zugangs zum Glockenturm habe man ja schon bewusst in die Ferienzeit gelegt, um die Gemeindearbeit möglichst wenig zu stören. Der unerwartete Befund an der Decke mache diesem Bemühen nun einen Strich durch die Rechnung, so Prieur.
Gestern Abend tagte der Kirchenvorstand, um sich mit der neuen Situation zu befassen – die Untersuchungsergebnisse sind erst seit Dienstag bekannt. Eine echte Alternative hat die Kirchengemeinde nach Prieurs Angaben nicht. Zwar könne man bisweilen ins Dorfgemeinschaftshaus ausweichen, doch schon beim Erntedankfest sei das nicht möglich, weil da bereits der Sportverein sein Jubiläum feiere. An die großen Kirchenfesten in der Adventszeit möchte Prieur da noch gar nicht denken.

von Michael Agricola

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr