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Schlagverletzungen waren nicht tödlich

Totschlagsprozess Schlagverletzungen waren nicht tödlich

Sie habe die Mutter nicht erwürgt, sagte die angeklagte Tochter beim Prozessauftakt am Montag. Das gerichtsmedizinische Gutachten kommt zu einem anderen Schluss.

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Die 30-jährige Angeklagte, hier neben ihren Anwälten Dr. Andreas Bensch (links) und Ramazan Schmidt, machte gestern keine weiteren Angaben zur Sache.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Es sei auszuschließen, dass die Verletzungen am Hals, die zur Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr zum Gehirn der 56-jährigen Frau und damit nach einigen Minuten auch zum Tod geführt hätten, allein von Schlägen herrühren können, erläuterte die Sachverständige Dr. Gabriele Lasczkowski vom Institut für Rechtsmedizin in Gießen gestern vor der Schwurgerichtskammer des Marburger Landgerichts.

Das Opfer wies mehrere erhebliche offene und stumpfe Verletzungen an Hals, im Gesicht und auf dem Kopf auf, die von Schlägen mit einem kantigen Gegenstand herrührten. Die Medizinerin berichtete, dass erste Schläge offenbar von vorne geführt wurden, andere den Schädel der Toten seitlich beziehungsweise von oberhalb trafen, was darauf hindeute, dass das Opfer im Hinsinken oder schon am Boden liegend erneut getroffen worden war.

Das Luftabdrücken erfolgte nach den Druck- und Stauungsmerkmalen im Hals- und Kehlkopfbereich von einer seitlichen Position, offenbar als die 56-Jährige hilflos in Seitenlage am Boden lag. Zum Tod führe ein solches Abdrücken der Sauerstoffzufuhr nach drei bis acht Minuten, so die Aussage der Gießener Rechtsmedizinerin.

Die Angeklagte hatte angegeben, ihre Mutter nur geschlagen zu haben. Der Prozess wird am 25. Mai fortgesetzt.

von Michael Agricola

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Totschlagprozess

Vor dem Marburger Schwurgericht schilderte die 30-jährige Angeklagte gestern, wie es aus ihrer Sicht zum Streit mit ihrer Mutter kam, bei dem die 56-Jährige am 24. September vergangenen Jahres zu Tode gekommen war.

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