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SPD und CDU wollen Norma-Markt

Cölbe SPD und CDU wollen Norma-Markt

Die Cölber Fraktionen von SPD und CDU unterstützen eine Initiative in Bürgeln, die sich die Ansiedelung eines Norma-Marktes am Ortsrand wünscht.

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Direkt neben der Mehrzweckhalle, die am Ortsrand von Bürgeln liegt, wünschen sich viele Bürgelner einen Lebensmittelmarkt.

Quelle: Götz Schaub

Cölbe. Da hatte sich der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss tags zuvor sehr viel Mühe gemacht, einen Beschlussvorschlag zu finden, der von allen Fraktionen getragen werden kann, nur um dann 24 Stunden später zur Kenntnis nehmen zu müssen, dass dieser von den Mitgliedern der SPD und CDU im Haupt- und Finanzausschuss quasi wieder zurückgenommen wurde, weil diese nur über den Ursprungsantrag abstimmen lassen wollten.

Denn nur darin ist die direkte Zusammenarbeit mit der Firma Norma enthalten. Im Beschlussvorschlag des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses wird nur von einem „potentiellen Investor“ gesprochen.

Dort heißt es im Wortlaut: „Der Gemeindevorstand wird beauftragt, mit einem potentiellen Investor im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Durchführungsvertrag, eine Nahversorgungseinrichtung auf dem Gelände neben der Mehrzweckhalle Bürgeln zu erarbeiten.“

Der Initiative „Bürgelns Zukunft“ ist es schon sehr wichtig, dass der Ansprechpartner die Firma Norma sein soll, machten Heinrich Rodenhausen und Friedrich Reichel als Sprecher der Initiative während der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung nochmals deutlich. Rodenhausen: „Die Vorarbeiten sind erledigt. Wir sind an der Firma Norma hängengeblieben.

Wenn wir jetzt noch einmal neu ausschreiben, steht zu befürchten, dass sich nur noch Firmen melden, die eine Ansiedlung von Norma verhindern möchten.“

Zudem sei man jetzt in Zugzwang, endlich mal etwas Positives für Bürgeln auch umzusetzen. Von dem Baugebiet spreche man schon seit zehn Jahren und de facto würde keiner mehr glauben, dass es noch kommt. Rodenhausen erinnerte aber daran, dass ohne Neubürger mit kleinen Kindern Einrichtungen wie Kindergarten und Grundschule in Gefahr gerieten und Bürgeln obwohl verkehrstechnisch günstig gelegen langsam mit einer dahinsiechenden Infrastruktur abgehängt würde.

Wolfgang Tichelmann, Fraktionschef der SPD und Vorsitzender des Hauptausschusses, zeigte sich entschieden: „Wir sitzen für die Bürger im Parlament und sollten auch auf das hören, was sie uns zu sagen haben. Die Bürgelner wollen den Laden. Warum sollten wir uns also dagegen wehren?“

Diese Position bezog auch Jörg Drescher von der CDU-Fraktion. Anders hingegen reagierten die Vertreter der Grünen und der Bürgerliste, Dr. Jürgen Bunde und Werner Bodenbender. Bei der anschließenden Abstimmung über den Ursprungsantrag enthielten sie sich der Stimme. Damit wollten sie deutlich machen, dass sie nicht gegen das Projekt sind, aber es für verfrüht halten, sich schon auf Norma als einzigen Gesprächspartner festzulegen.

von Götz Schaub

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