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Rößer und Felgenhauer machen weiter

Feuerwehren Lahntal Rößer und Felgenhauer machen weiter

Volles Programm bei den Lahntaler Feuerwehren: Wahlen der Führungsspitze, Ehrungen und Beförderungen sowie Ernennungen standen bei der Jahreshauptversammlung an.

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Bürgermeister Manfred Apell (von links) mit Markus Rein, Bernd Peter, GBI Thomas Rößer, Marcus Ochs, Gemeindejugendfeuerwehrwart Thorsten Becker, Stefan Schmidt, stellvertretender GBI Bernd Felgenhauer, Christoph Felgenhauer, Dominik Riehl und Steffen Köster.

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. „Ihr seid eine leistungsstarke Truppe und engagiert euch auch bei Veranstaltungen auf Kreisebene“, attestierte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Jörg Fackert den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Lahntal.

Was diese unter anderem bei 46 Einsätzen im Jahre 2014 geleistet haben, hatte Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer zuvor während der Jahreshauptversammlung, an der im Feuerwehrhaus 70 Personen teilnahmen, berichtet. 13 Brände, 25 Technische Hilfeleistungen und acht Fehlalarme beschäftigten die Wehren insgesamt 93 Stunden, wobei die Einsatzkräfte 674 Personalstunden erbrachten. In der Ausbildung vor Ort kamen weitere 3288 Stunden zusammen und beim Besuch von 57 Lehrgängen 1210 Stunden. Zu diesen 5172 ehrenamtlichen Stunden im Dienst der Allgemeinheit kämen viele weitere für Vorbereitungen von Übungsstunden, Jugendbetreuung, Reparaturen, Wartungen und mehr hinzu, die nicht in dieser Statistik erfasst seien, betonte Rößer.

Den Einsatzabteilungen gehören 111 Personen an, vier weniger als vor einem Jahr, dafür wuchs die Alters- und Ehrenabteilung um vier auf 33 Mitglieder. Die Bambinifeuerwehr verzeichnete einen Zuwachs um drei auf zwölf Kinder, die ­Jugendabteilung um eins auf 41 Mitglieder.

Neues Transportfahrzeug

Unter den Beschaffungen des Vorjahres hob Rößer den Kauf eines neuen Mannschaftstransportwagens durch die Feuerwehr Caldern hervor. Die etwa 16000 Euro dafür kamen aus Eigenmitteln und Spenden von Calderner Unternehmen. 4000 Euro steuerte die Gemeinde und 3000 Euro der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lahntal bei.

In diesem Jahr stünden 41350 Euro im Gemeindehaushalt zur Verfügung, um unter anderem drei neue Stromerzeuger, Handlampen, Schutzkleidung, Funkalarmempfänger und andere Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen. Eine größere Investition stehe 2016 an, beantragt wurde der Ersatz eines Löschfahrzeugs am Standort Goßfelden/Sarnau/Göttingen.

Derzeit sei der Fahrzeug-, Geräte- und Ausrüstungsstand gut. Unter den zehn Fahrzeugen seien zwei Mannschaftstransportwagen, die von den Vereinen selbst angeschafft wurden. Bei einem Schutzbereich von 40 Quadratkilometern, der über 30 Kilometer an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen einschließe, lebe die Feuerwehr Lahntal keinesfalls „über den Durst“.

Um den Vorschriften weiterhin genüge zu tun und die Hilfsfristen einhalten zu können, appellierte Rößer an die politischen Gremien, trotz der finanziellen Situation der Gemeinde die notwendigen Ersatzbeschaffungen im Auge zu behalten und entsprechend zu berücksichtigen.

Der Dienstherr, Bürgermeister Manfred Apell, betonte, die Gemeinde stehe zu ihrer Feuerwehr. In den vergangenen Jahren habe man Millionen Euro ausgegeben und eine der am besten ausgerüsteten Feuerwehren im Landkreis, darauf sei man stolz. Auch durch die Hilfe der Feuerwehr habe man derzeit einen ausgeglichenen Haushalt. Er hoffe, dass es dieses und nächstes Jahr so bleibe, denn nur dann habe man die Handlungsfreiheit, um zu investieren. Bei den Feuerwehrhäusern in Caldern und Sterzhäusern gebe es Handlungsbedarf, auch wenn es schwierig sei, könne man dies durchaus ins Auge fassen. Erwähnenswert sei mit Blick auf andere Gemeinden, dass es keine Dissonanzen in Lahntal gebe. „Lassen sie uns weiter zusammenstehen, das bringt die Feuerwehr und die Gemeinde voran“, schloss er.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Thorsten Becker berichtete, dass es vier Neuzugänge und zwei Austritte gegeben habe. Am Jahresende gehörten 34 Jungen und sieben Mädchen den vier Jugendfeuerwehren an. 154 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 143 Stunden allgemeine Jugendarbeit wurden angeboten, die Jugendwarte leisteten dafür 58 Stunden. In diesem Jahr werde es erstmals eine gemeinsame Übung der Lahntaler Jugendwehren geben, außerdem werde der „Lahntalpokal“ zum Aktionstag zur Mitgliederwerbung umgestaltet.

BEFÖRDERUNGEN: Zum Brandmeister: Christoph Felgenhauer, Caldern; zum Hauptlöschmeister: Dries Wörenkämper, Caldern, zum Löschmeister: Andreas Ochs, Caldern; zum Hauptfeuerwehrmann: Valentin Humpert, Goßfelden und Yannic Klingelhöfer, Caldern; zum Oberfeuerwehrmann: Fabian Kamm, Caldern; zur Feuerwehrfrau / zum Feuerwehrmann: Damaris Kieckhöfer, Arend Benthien und Maximilian Müller, Caldern, Leonard Geißel und Maximilian Gimbel, Sterzhausen sowie Maximilian Nau, Sarnau-Göttingen.

ERNENNUNGEN: Wehrführer Marcus Ochs und Stellvertreter Christoph Felgenhauer, Caldern;

Wehrführer Steffen Köster und Stellvertreter Marc Becker, Goßfelden;

Wehrführer Bernd Peter, Sarnau-Göttingen.

Kommissarisch (bis zur Absolvierung fehlender Lehrgänge): Stellvertretender Wehrführer Stefan Schmidt, Sarnau-Göttingen; Wehrführer Markus Rein und Stellvertreter Dominik Riehl, Sterzhausen.

EHRUNGEN: Das Ehrenkreuz in Silber am Bande des Nassauischen Feuerwehrverbandes für langjährige besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen überreichte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Jörg Fackert an Andreas Wiegand aus Sterzhausen, Reiner Felgenhauer aus Caldern und Bernd Peter aus Sarnau.

Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk zeichnete Johannes Müller, der seit 15 Jahren Jugendfeuerwehrwart im Ortsteil Caldern ist, mit der Florian-Medaille in Silber der hessischen Jugendfeuerwehr aus.

von Manfred Schubert

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