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Ritterspiele und geile Strumpfhosen

Fasching in Oberrosphe Ritterspiele und geile Strumpfhosen

Beim Fasching des MGV Oberrosphe gab es ein fast dreieinhalbstündiges abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „1239 Jahre Oberrosphe und Unterrosphe“ zum Lachen und Mitmachen.

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Den choreographischen Glanzpunkt des Abends setzte einmal mehr die Tanzgruppe der „Burgwaldskälwer“ als „Pop-Queens“ (großes Foto). Das Unterrospher Männerballett der „Läusebügler“ (Foto links) ging auf die Jagd – bloß wonach? Die zumeist kostümierten Gäste feierten ausgelassen mit.

Quelle: Manfred Schubert

Oberrosphe. Ausgelassen feierten etwa 200 gut gelaunte Besucher am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Fasching. Durch die vom MGV Oberrosphe organisierte Veranstaltung führten Marco Sauerwald als Ritter Konrad von Rosphe und Burgfräulein Silke Wolf.

Zu Beginn übte Ritter Konrad mit dem Publikum ein paar Verhaltensregeln ein, wann es sich zu erheben und zu verbeugen habe beispielsweise, und versuchte auch gleich Steuern einzutreiben.

Was ein Oberrospher so getan haben muss

Den ersten Tanzauftritt bestritten die „holden Jungfrauen“ von der Garde, sechs Mädchen aus Ober- und Unterrosphe. Danach war wieder die Mitwirkung der Zuschauer gefordert, denn Ritter Konrad erließ Gesetze, „Zehn Dinge, die ein Oberrospher getan haben muss“.

Ein weibliches und ein männliches Zweierteam versuchten zu schätzen, wie viele Gäste sich jeweils erheben und damit zugeben würden, schon einmal etwas getan zu haben wie: „in Wetter auf die Straße spucken“. Und siehe da: Da stand sogar der Bürgermeister auf.

"Lästermaul" kommentiert das vergangene Jahr

Susi Werner kommentierte als „Lästermaul“ in der Bütt wieder das Geschehen des vergangenen Jahres im Dorf und erinnerte an Missgeschicke einzelner Mitbewohner. „Der gemeine Oberrospher kann nicht gut Zug fahren“, stellte sie anhand mehrerer Beispiele fest, kommentierte überflüssige Namensschilder „für jedes Stück Wiese“, vertauschte Fahnen von HSV- und Eintracht-Frankfurt-Fußballfans und kommentierte den Aktkalender der SG Rosphe.

Nach der Pause schlug die Stunde der Tanzgruppen und Männerballetts und die Stimmung stieg auf den Siedepunkt. Die Landfrauen zeigten zum Auftakt „Die geilsten Strumpfhosen seit 1239 Jahren“.

Männerballett mit Sportprogramm und Jagd

Als „Sexy Fitness Heense“ brachte die Burschenschaft Unterrosphe mit ihrem ausgeklügelten Sportprogramm in sehr leichter Trainingsbekleidung insbesondere das weibliche Publikum zum Toben. Das Unterrospher Männerballett der „Läusebügler“ ging auf die Jagd - bloß wonach, fragte man sich angesichts der ebenfalls strumpfbehosten Waidmänner.

Den choreographischen Glanzpunkt des Abends setzte dann aber einmal mehr die Tanzgruppe der Burgwaldskälwer als „Pop-Queens“. Dem atemberaubenden Auftritt, passenderweise mit Zugabe zu „Atemlos durch die Nacht“, war anzumerken, dass die zwölf Frauen und zwei Männer die ebenso rasanten wie eleganten Schrittfolgen und Bewegungen monatelang einstudiert hatten.

Das traditionell am Schluss auftretende Oberrospher Männerballett litt offensichtlich unter einem „Filmriss“, als es nach durchgemachter Nacht auf der Bühne erwachte und sich erst einmal über das Datum des Tages klar werden musste. Es machte aus der Not, spontan auftreten zu müssen, eine Tugend.

Mit einem einfachen Tanz, den alle Zuschauer mit einstudieren mussten, zog es sich aus der Affäre und leitete zum getanzten Finale mit Publikumsbeteiligung über.

von Manfred Schubert

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