Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
„Rassismus – nein danke“

Mahnwache „Rassismus – nein danke“

Der Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde ist eine feste Tradition in Wetter. Im Vorfeld versammelten sich die Besucher zu einer Mahnwache.

Voriger Artikel
Vier Schritte in eine gute Zukunft
Nächster Artikel
Bürgermeister enttäuscht über persönliche Anfeindungen

Vor dem Neujahrsempfang in der Stadthalle Wetter versammelten sich die Bürger zu einer Mahnwache gegen Rassismus.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. „Wetter bleibt bunt“ – um ein Zeichen gegen die jüngsten Verunglimpfungen, die Schmierereien am Gebetshaus und anderen Hauswänden (die OP berichtete) der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde zu setzen, hatte sich am Mittwochabend im Vorfeld des Neujahrsempfangs der Gemeinde vor der Stadthalle eine spontane Mahnwache versammelt. „Rassismus – nein danke“ zog auf einem Plakat neben dem Eingang die Aufmerksamkeit der ankommenden Besucher der Veranstaltung auf sich. Manch einer verweilte daraufhin erst einmal dort und suchte das Gespräch, bevor er die Stadthalle betrat.

„Als Zeichen der Freundschaft und Solidarität, mit dem Anliegen, den wahren Islamismus zu zeigen und im Dialog zu bleiben“, so Mitorganisator Walid Kahlon in seiner Ansprache, gehöre der Neujahrsempfang der Gemeinde mittlerweile zur festen Tradition. Es gehe darum, den Besuchern einen Einblick in den wahren Islam und seine Arbeit zu geben, der sich ganz klar vom Fanatismus, Extremismus und Terrorismus distanziere, zumal der Koran Kriege im Namen des Islams verbiete.

Bundesweite Aktionen der Ahmadiyya-Gemeinde

So wie auch in Wetter beginne das Jahr der Gemeindemitglieder bundesweit am frühen Morgen des 1. Januars mit dem Beseitigen des Mülls aus der Silvesternacht. Mit einem gemeinsamen Frühstück werde im Anschluss der Arbeitsaufwand der vielen Freiwilligen entlohnt. Die regelmäßigen Baumpflanzungen stünden als Symbol des Friedens und der Freundschaft sowie sinnbildlich für die Verwurzelung des Landes. Zudem werden immer am 3. Oktober im ganzen Land die Gebetshäuser und Moscheen geöffnet und jedermann Einblick und Eintritt gewährt. Des Weiteren informiere der „Tag der Religionsstifter“ über den wahren Islam.

„Miteinander sprechen und sich austauschen, Toleranz und Respekt vor dem Anderen und Anderssein“, darüber sprach Landtagsabgeordnete Angelika Löber (SPD) in ihrem Grußwort. Sie hatte zusammen mit Stadtrat Gerd Nienhaus und Oman Arbab Ahmad auf dem Podium Platz genommen. Nienhaus, der sich für ein vielfältiges Deutschland aussprach, bestätigte damit auch die Ansicht von Oman Arbab Ahmad. Er und auch alle anderen Redner, unter ihnen auch Münchhausens Bürgermeister Peter Funk, sprachen sich in ihren Grußworten übereinstimmend „für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft aus“, weil auch laut Oman Arbab Ahmad „die Veränderungen nicht mehr zu stoppen seien“.
Das sich daran anschließende, gemeinsame Abendessen aller Gäste symbolisierte das große Ziel des Abends, nämlich ein „Miteinander“ mit guten Gesprächen zu schaffen.

von Elvira Rübeling

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr