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Positive Bilanz in schwierigen Zeiten

Aus dem Parlament Cölbe Positive Bilanz in schwierigen Zeiten

Neben dem Haushalt für das kommende Jahr hatte die Gemeindevertretung Cölbe bei ihrer letzten Sitzung des Jahres noch einige Punkte abzuarbeiten – etwa die Anbringung einer Gedenktafel für verstorbene jüdische Mitbürger.

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Sechs Feuerwehrmänner der Cölber Wehren erhielten die Anerkennungsprämie des Landes Hessen.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Bürgeln. Nicht ohne Stolz präsentierte Bürgermeister Volker Carle die wirtschaftlichen Rechnungsergebnisse der Jahre 2014 und 2015. Cölbe habe in beiden, nicht gerade leichten Perioden, mit positiven Ergebnissen abgeschlossen. „Wir haben Vermögen aufgebaut“, sagte er bezogen auf das um rund 1,4 Millionen erhöhte Eigenkapital im Jahre 2015. Erreicht hätte Cölbe­ die positiven Ergebnisse auf der Einnahmenseite durch höhere­ Gewerbesteuereinnahmen. Im Ausgabenbereich habe man besonders bei den Personalkosten sowie Sach- und Dienstleistungen enorm an Kosten eingespart.

Ganz nebenher brachte ­Carle eine neue Denkweise für die Bilanz ein. In herkömmlichen Bilanzen werden bisher nur Wertekategorien gegenüber gestellt. In einer Gemeinwohl-Bilanz würden vor allem auch ökologische und soziale Aspekte mit in die Bewertung aufgenommen. Hier tauchten­ dann Kategorien wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit oder auch demokratische Mitbestimmung und Transparenz auf. Carle stellte in Aussicht, dass sich Cölbe als Gemeinwohlgemeinde zertifizieren lassen könne.

Grüne ziehen einen Antrag zurück

Noch ungeklärt bleibt, wer die Gemeinde Cölbe bei dem Prozess der Erstellung eines „Leitbilds für ein integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main“, welches vom Hessischen Umweltministerium angestoßen wurde, vertreten wird. Der in der Vorlage der Gemeindevertretung benannte Eckhard Heym (SPD) mochte das Mandat nicht annehmen, vornehmlich weil er an den ersten Treffen des Gremiums nicht zugegen war und auch den Wasserliefervertrag des ZMW mit der OVAG kritisch sehe. Da am Abend niemand für das Amt benannt werden konnte, wurde dieser Punkt auf die Sitzung im Februar verschoben.

Drunter und drüber ging es bei der Aussprache zu einem Antrag der Grünen, die die Dachbegrünung von gemeindeeigenen Gebäuden prüfen lassen wollten. Hier hatte sich wohl ein aus ganz konkretem Anlass gestellter Antrag verselbstständigt. Es wurde die Sinnhaftigkeit des Antrags infrage gestellt und falsche Aussagen unterstellt. Die Aufregung legte sich erst, als die Fraktion ihren Antrag zurückzog.

Gedenktafel wird durch Spenden finanziert

Mit Dringlichkeitsantrag wurde die Anbringung einer Gedenktafel in die Tagesordnung aufgenommen. Diese Tafel soll an die von Nationalsozialisten vertriebenen, deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgern des Ortsteils Bürgeln erinnern.

Einstimmig votierten die Gemeindevertreter – der Ortsbeirat hatte bereits vorher seine Zustimmung signalisiert – dafür, dass die aus Spenden finanzierte Gedenktafel am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar angebracht werden soll.

 
Ehrungen
Im Rahmen der Gemeindevertretersitzung wurden folgende­ Feuerwehrmänner für ihre langjährigen Dienste in den ­jeweiligen Einsatzabteilungen­ mit einer Anerkennungsprämie des Landes Hessen geehrt: Michael Damian (Reddehausen) und Jochen Reinhard (Bürgeln) für 30 Jahre; Thomas Grün-Fischer (Schönstadt), Kai Heller (Cölbe), Patrick Schwick und Fabian Wenzel (beide Bürgeln) für 10 Jahre.

von Heinz-Dieter Henkel

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