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Pionierbrücke bereitet Kopfschmerzen

Ortsbegehung Amönau Pionierbrücke bereitet Kopfschmerzen

Wetters politische Vertreter informierten sich in Amönau darüber, was dort an Investitionen gewünscht wird. Und das ist nicht wenig.

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Die marode „Pionierbrücke“ ruft Anwohner und Landwirte auf den Plan. Sie wollen wissen, wie es mit dem Bauwerk weitergeht. Links: Auch der Friedhof wurde in Augenschein genommen.

Quelle: Elvira Rübeling

Amönau. „Wir haben auf unserem Rundgang viel gesehen, ein schönes und aufgeräumtes Dorf, aber auch viele Stellen, wo noch etwas im Argen liegt.“ Dieses Fazit zog Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen nach der Ortsbegehung in Amönau.

Gegen 19 Uhr war eine Gruppe, bestehend aus etwa 15 politischen Vertretern und 10 Bürgern unter der Führung von Ortsvorsteherin Sigrid Diehl zur Ortsbegehung in Amönau aufgebrochen. Zuvor war zusammen mit den am Treffpunkt Bürgerhaus erschienenen Bürger unter Berücksichtigung ihrer Wünsche, die zu begehende Route durch das Dorf festgelegt worden.

Als Erstes wurde die Parksituation in der Ortsdurchfahrt in Höhe des Jugendclubs und der Einmündung Eckertsgasse in Augenschein genommen. Dort sind keine Parkmöglichkeiten vorhanden. Lediglich auf den Privatgrundstücken der betroffenen Anwohner bietet sich bei jeweils optimaler Gestaltung, die Möglichkeit für eine Pkw-Stellfläche. Der wieder zunehmende Durchgangsverkehr im Niederaspher Weg, aber insbesondere die Kanalisation auf Höhe von „Sämmersch Hof“ sorgt bei den Anwohnern für Unmut.

"Pionierbrücke" ist nur bis sechs Tonnen zugelassen

Die sich dort befindende Abflussrinne, die auch das Wasser des von oben kommenden, einmündenden Feldweges ableitet, schwemme immer wieder zu, wodurch die Straße „Niederaspher Weg“ regelmäßig überflutet werde. Die größten Sorgen bereitet jedoch die in Amönau meist befahrene Brücke an der Bach. Die sogenannte „Pionierbrücke“, die von einem seiner Vorfahren im Jahr 1953 geplant, jedoch davon abweichend gebaut wurde, besitze eine Tragfähigkeit von maximal sechs Tonnen, führte Dietrich Böttcher vom Heimatverein aus.

„Die über die Jahre völlig marode gewordene Brücke, muss nun auch bedingt durch die ständige Überbelastung gesperrt werden, so lautet leider die Tatsache,“ sagte Harald Althaus (SPD) in seiner Stellungnahme. Auf der Brücke hatten einige Landwirte und Bewohner auf das Gremium gewartet und über ihre damit verbundenen existenziellen Schwierigkeiten, Umwege und Kosten ausführlich berichtet. Das gegenseitige Verständnis war groß. Aber auf die drängenden Fragen der Landwirte, wie lange die Sperrung dauern werde und was mit der Brücke passiere, wusste hingegen keiner der Stadtverordneten eine Antwort. Sie nahmen die Beschwerden als auch Wünsche und Sorgen der Bürger zur Kenntnis, um sich dieser bei ihrer politischen Arbeit anzunehmen.

Ortsvorsteherin präsentiert renovierte Friedhofshalle

Auf dem Friedhof präsentierte Ortsvorsteherin Sigrid Diehl das Resultat der gelungenen Renovierung der Friedhofshalle. Neben der Installation von Wärmestrahlern unter der Decke, wird dort die Handschrift von Architektin und Künstlerin Waltraut Mechsner-Spangenberg sichtbar. Sie hat mit Rat und Tat die farbliche Innengestaltung unter anderem der Akteure des Heimatvereins unterstützt. Auf dem Friedhof wurde der Wunsch nach „Reihenrasengrabstätten“ laut, der ebenfalls aufgenommen wurde.

Über die Sandsteinbrücke neben der Kirche, die wegen ihrer geringen Breite und einer beidseitig verlaufenden hohen und spitzen Kante den Landwirten mit ihren Nutzfahrzeugen ebenfalls keine Ausweichmöglichkeit zur Überquerung des Baches bietet, ging es zurück zum Bürgerhaus.

Dort kamen abschließend die seit längerem teilweise nicht funktionierenden Duschen im Untergeschoss des Bürgerhauses und die Geruchsbelästigung der Toiletten zur Sprache. Nach einem Getränk im Foyer, bei dem sich der ein oder anderen noch einmal persönlich zu den Themen austauschte, gingen die Bürger wieder auseinander.

von Elvira Rübeling

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