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Pfarrerin Annette Hestermann geht

Neue Aufgabe Pfarrerin Annette Hestermann geht

Die Cölber Pfarrerin Annette Hesterman schüttelte nach ihrem Verabschiedungs- Gottesdienstes am Sonntagnachmittag vor der evangelischen Kirche 300 Hände - und sagte ihrer Gemeinde auf Wiedersehen.

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Annette Hestermann nahm von jedem Besucher vor der Kirche noch einmal ganz persönlich Abschied.

Quelle: Elvira Rübeling

Cölbe. Sie sei „am Ende eines langen Weges angekommen- und „alles habe seine Zeit“. In ihrer Ansprache und Predigt nahm die Anette Hestermann indirekten Bezug auf die Geschichte von Prophet Elia, der eines Tages unter einem Wacholderstrauch sitzt und nicht mehr weiter kann. Dem aber dann die Aufforderung „Steh auf und iss, denn du hast noch einen weiten Weg vor dir“ neue Kräfte verlieh.

Zum Oktober 1989 war Annette Hestermann während ihrer Tätigkeit im Institut „Lehrstuhl Neues Testament“ in Marburg und nach Vikariat im Kirchspiel Zella/Loshausen als Vertretung nach Cölbe gekommen. Zwei Jahre später trat die Südhessin in den Dienst der Gemeindepfarrerin in Cölbe. Zu der Zeit war das, laut Dekan Hermann Köhler, noch kein unbedingt leichtes Unterfangen, da es insbesondere gegenüber verheirateten Pfarrerinnen mit Kindern noch große Einwände gab. Doch sie setzte sich durch - und blieb.

Dass sie in dem vergangenen Vierteljahrhundert ihrer Kirchengemeinde ganz besonders ans Herz gewachsen ist, wurde im zweistündigen Festgottesdienst immer wieder spürbar. Fast soviel Besucher wie an Weihnachten waren in die Kirche gekommen, um Abschied zu nehmen, miteinander zu singen, zu beten und Abendmahl zu feiern.

„Gutes Miteinander“ und eine „erfüllende Zeit“

Das Bläserensemble „Capriccio“ begleitete feierlich den Einzug als auch den Auszug aus der Kirche von Dekan Hermann Köhler, Pfarrerin Annette Hestermann und den Mitgliedern des Kirchenvorstandes. Der Chor „Schöne Töne“ unter der Leitung von Bezirkskantorin Christiane Kessler wurde seinem Name - insbesondere bei der musikalischen Begleitung des Abendmahls - gerecht. Und die Kinder des Evangelischen Kindergartens „Vogelnest“ hätten mit ihrem Vortrag „Lieder, die wie Brücken“ sind keine bessere Verbindung zwischen den Menschen in der Kirche schaffen können.

Judika Tschammer beeindruckte unter der Begleitung von Martin Kaiser an der Orgel unter andere, bei dem Lied „Lean on me“. Während des Gottesdienstes hatte sich, auch durch die einfallenden Sonnenstrahlen, eine ganz besondere Atmosphäre gebildet.

Sichtlich gerührt war Annette Hestermann, als sie sich mit leiser werdender Stimme „für das gute Miteinander und die erfüllende Zeit“ bei ihrer Gemeinde bedankte. Am 1. April beginnt sie ihren Dienst als Pfarrerin in Hephata.

Insbesondere der Wunsch nach neuen Herausforderungen und das Ziel, sich noch mehr der Seelsorge und der Inklusion widmen zu können hatte die Pfarrerin in ihren Entschluss, Cölbe zu verlassen, bestärkt.

von Elvira Rübeling

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